Am 10. Juni 1989 wurde der FC Luzern erstmals Schweizer Fussball-Meister. 30 Jahre später, gab’s am letzten Freitag in Sempach ein grosses Wiedersehen der alten Meistertruppe – anwesend waren auch viele Fans.

Meisterspieler Hanspeter «Hansi» Burri hatte zu sich ins Restaurant Seeland beim Zeltplatz in Sempach eingeladen. Publikumsliebling Sigi Grétarsson reiste für das Fest extra aus seinen Ferien aus Griechenland an. Meistergoalie Roger Tschudin und auch Mittelfeld-Regisseur und Meistertorschütze Jürgen Mohr waren dabei.

Und neben dem damaligen FCL-Präsident Romano Simioni, kamen auch der heutige Chef Philipp Studhalter und Sportchef Remo Meyer. «Schön, dass so viele Ex-Spieler kommen konnten und noch gesund sind», schwärmte Romano Simioni, der früher stets auch privat mit den Spielern gut befreundet war, gegenüber Radio Lozärn. «Es waren tolle Zeiten und die Meisterfeier damals war unglaublich! Hoffentlich wird der FC Luzern bald einmal wieder Meister.»

Ein Club mit langer Tradition

Erstmals Erwähnung fand der FC Luzern am 6. Mai 1897 in einem Inserat im Luzerner Tagblatt, in welchem zu einer Sitzung im Café Alpenclub aufgerufen wurde. Bis zur offiziellen Gründung am 12. August 1901 im Restaurant Seidenhof vergingen allerdings mehr als vier Jahre. Dem Fussballverband trat man zwei Jahre später bei und spielte die erste Meisterschaftssaison in der dritthöchsten Spielklasse, der damaligen Serie C.

Im Jahr 1936 gelang schliesslich der erstmalige Aufstieg in die Nationalliga als höchste Spielklasse. 1960 holte sich die Mannschaft mit dem Cup den ersten bedeutenden Titel. 1989 feierte man zum ersten und bisher einzigen Mal den Meistertitel. 1992 wurde der Club zum zweiten Mal Cupsieger. Das hundertjährige Bestehens des Vereins wurde im Jahr 2001 mit einem Freundschaftsspiel gegen den FC Barcelona gefeiert.