Als erster Schweizer Film überhaupt, wurde «Nachts sind alle Katzen grau» an den 33. European Film Awards ausgezeichnet. Die Doku entstand 2019 als Abschlussfilm in Luzern im Bachelor Video am Departement Design & Kunst.

An den 33. European Film Awards ist ein Abschlussfilm der Hochschule Luzern in die Kränze gekommen: «Nachts sind alle Katzen grau» von Lasse Linder (Widnau SG). Der Dokumentarfilm über eine buchstäblich tierische Familie war eine von fünf Produktionen, die für den Besten Kurzfilm des Europäischen Filmpreises nominiert waren und der erste Schweizer Film überhaupt, der ausgezeichnet wurde.

Der Film wurde bereits mehrfach geehrt

«Nachts sind alle Katzen grau» entstand 2019 als Abschlussfilm im Bachelor Video am Departement Design & Kunst der Hochschule Luzern. Der Film wurde bereits mehrfach geehrt: Jüngst gewann er am finnischen Tampere Film Festival den Preis für den besten Dokumentarfilm, was ihn zur Teilnahme an den Oscars 2021 berechtigt. Im März 2020 war er für den Schweizer Filmpreis nominiert. Und 2019 erhielt er den IWC-Kurzfilmpreis am Toronto International Film Festival in Kanada.

Die Auszeichnung mit dem Europäischen Filmpreis freut Lasse Linder besonders: Es sei ein toller Abschluss für das turbulente Jahr 2020, sagt der Filmemacher, der sich aktuell in Quarantäne befindet. «Mein Team und ich waren vom Projekt überzeugt, weil wir den Protagonisten und seine Sehnsucht nach Familie enorm spannend fanden. Aber wir haben niemals gedacht, dass der Film so erfolgreich sein würde.»

Synopsis «Nachts sind alle Katzen grau»

Der Dokumentarfilm «Nachts sind alle Katzen grau» handelt von Christian, dem «Katzenmann», der mit seinen geliebten Katzen Marmelade und Katjuscha zusammenlebt. Da er unbedingt Vater werden möchte, lässt Christian Marmelade von einem exklusiven Kater im Ausland befruchten… In stillen Bildern zeigt der 18-minütige Dokumentarfilm von Lasse Linder die Herausforderungen des angehenden «Vaters» und das Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit von Mensch und Tier.