Zum wiederholten Male steuert die Hochschule Luzern verschiedene Programmpunkte zum Musikfestival Alpentöne bei: Unter anderem laden Forscherinnen und Forscher zur «Nachbarschaftspflege» mit dem Gastland Österreich ein und Volksmusik-Studierende aus Luzern treffen auf Gleichgesinnte der Universität Mozarteum Salzburg.

Das Highlight der Zusammenarbeit folgt am Festival selbst: Während einer Woche erweitern die rund 20 Studierenden ihr Repertoire. Bild: HSLU/ Priska Ketterer

Kein Alpentöne-Festival ohne Alpinis – das Volksmusik-Ensemble der Hochschule Luzern ist auch dieses Jahr mit neuen Kompositionen, uralten Weisen und frischen Emotionen in Altdorf dabei. Im Herbst 2009 gegründet, besteht das Ensemble vornehmlich aus Studierenden des Schwerpunkts Volksmusik, in dem sowohl instrumentale Musik gemacht als auch gejodelt wird.

Die Formation pflegt nicht nur ein breites Repertoire Alpenländischer Volksmusik, sondern setzt sich mit neuen und alten Musikströmungen im Grenzbereich zu Klassik und Jazz auseinander. Unter der Leitung von Patricia Draeger treten die Alpinis am Freitagabend, 13. August im Cinema Leuzinger in Altdorf auf.

Ein «Luzern-Salzburg-Pasch»

Zum wiederholten Mal tauschen sich Volksmusik-Studierende der Hochschule Luzern mit Gleichgesinnten aus dem jeweiligen Alpentöne-Gastland aus – in diesem Jahr sind dies Musikerinnen und Musiker der Universität Mozarteum Salzburg. Bereits im Frühlingssemester 2021 trafen sich die Studierenden virtuell. Unter der Leitung von Anton Gmachl und Roland Mayer-Sams (Universität Mozarteum Salzburg) sowie Fränggi Gehrig und Nadja Räss (Hochschule Luzern) wurden Stücke aus den beiden Heimatländern arrangiert, geübt und gemeinsam geprobt.

Das Highlight der Zusammenarbeit folgt am Festival selbst: Während einer Woche erweitern die rund 20 Studierenden ihr Repertoire. Den Mix aus österreichischer und Schweizer Volksmusik kann das Publikum beim gemeinsamen Konzert am Samstagabend, 14. August erleben – dabei wird gespielt, gesungen, getanzt und auch das traditionelle «Paschen» kommt nicht zu kurz. Die Zusammenarbeit erfolgt mit besonderer Unterstützung des österreichischen Kulturforums Bern sowie des österreichischen Kulturministeriums.

Neue Töne: Auftragswerke von Kompositionsstudierenden

Drei Studierende des international renommierten Schweizer Komponisten Dieter Ammann, der an der Hochschule Luzern doziert, stellen sich in drei Uraufführungen vor: Alsu Nigmatullina aus Russland, Aregnaz Martirosyan aus Armenien und Dominik Flückiger aus der Schweiz. Mit der Aufführung der Auftragskompositionen und den entsprechenden Werkeinführungen erhält das Publikum am Samstagnachmittag, 14. August einen Einblick in den Schaffensprozess von Musikerinnen und Musikern aus verschiedenen Kulturen.

Forum zur Nachbarschaftspflege

Menschen setzen Musik gerne ein, um die Einzigartigkeit ihrer Region oder ihres Landes hervorzuheben. Musik kann Nachbarschaftsfehden anheizen, aber sie kann auch Konflikte entspannen. Am Alpentöne-Forum «Nachbarschaft» diskutieren Forscherinnen und Forscher aus der Schweiz und dem Ausland mit ganz unterschiedlichen Interpretationsansätzen über Ergebnisse von jüngst abgeschlossenen Projekten, in denen Musik als Differenzmarker untersucht wurde.

So wurde mit einem Verfahren aus der Neuroinformatik erforscht, inwieweit sich die für Aussenstehende oft gleich klingenden regionalen Jodeltraditionen der Schweiz unterscheiden. In einem weiteren Projekt stand die «Tirolerei» als Beispiel eines Kulturtransfers in seinen musikalischen und gesellschaftlichen Dimensionen im Zentrum. Dazu passend tritt zwischen den verschiedenen Forschungspräsentationen die HSLU-Dozentin Nadja Räss zusammen mit den Jodelstudentinnen Dayana Pfammatter und Andrea Küttel auf.

Das Forum, veranstaltet von der Hochschule Luzern und dem Haus der Volksmusik, findet am Freitagvormittag, 13. August im Cinema Leuzinger statt. Der Eintritt ist frei.

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