In den nächsten Tagen wird es gemäss Meteonews in Luzern bis zu 37 Grad. Hohe Temperaturen können Auswirkungen auf die Gesundheit haben und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Seien Sie vorsichtig – Radio Lozärn hat für Sie recherchiert.

Zur Risikogruppe zählen vor allem ältere Menschen, (chronisch) kranke Personen, Schwangere sowie Kleinkinder. Sie benötigen spezielle Aufmerksamkeit und, falls erforderlich, auch Betreuung. «Bei einem Hitzeschlag kann der Körper die zugeführte Wärme nicht schnell genug abgeben, dadurch kommt es bei einem inneren Hitzestau im Extremfall zu einer Eindickung des Blutes, Kopfschmerzen und Übelkeit, schnellem Puls, niedrigem Blutdruck eventuell mit Schock», warnt Prof. Dr. med. Aristomenis Exadaktylos, Chefarzt und Klinikdirektor Universitäres Notfallzentrum (Inselspital Bern), im Interview mit dem TCS.

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Der Notarzt empfiehlt Schatten zu nutzen oder anstrengende Tätigkeiten auf die kühleren Zeiten des Tages verlegen. Zudem solle man auf genügend Flüssigkeitsaufnahme achten und leichte Mahlzeiten essen. «Alles, was den Körper zusätzlich anheizt, wie Alkohol oder fettreiche Speisen, sollte vermieden werden. Ausserdem empfehle ich das Tragen von temperaturgerechter Kleidung, Schuhwerk, Kopfschutz sowie Sonnenbrille.»

Bei Hitze sollten weder Kinder noch Tiere alleine im Auto gelassen werden. Denn schon nach einer Viertelstunde kann ein geschlossenes Auto unter praller Sonne zu einer lebensgefährlichen Hitzefalle werden. Vor allem Babys können ihre Körpertemperatur schlechter regulieren, weil sie weniger schwitzen und im Vergleich zu ihrem Gewicht eine grössere Körperoberfläche besitzen.

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie empfiehlt:

  • Körperliche Anstrengungen während der heissesten Tageszeit vermeiden
  • Wohnung und Körper möglichst kühl halten
  • Viel Wasser trinken (mindestens 1.5 Liter pro Tag)
  • Erfrischende, kühle Speisen zu sich nehmen
  • Während und nach sportlichen Betätigungen Salzverlust ausgleichen