In den Luzerner Alters- und Pflegeheimen sind die Zweit-Impfungen weitgehend abgeschlossen. Zudem wurden in den sozialen Einrichtungen im Verlauf der letzten Woche alle impfwilligen Bewohnenden und Mitarbeitenden mit der 1. Impfdosis versorgt.

Diese Fortschritte könnten zu einer zunehmenden Entlastung des Gesundheitssystems führen. Aufgrund der aktuell relativ stabilen epidemiologischen Lage, den wenigen hospitalisierten Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den Luzerner Spitälern und der zunehmenden Anzahl Impfungen von besonders gefährdeten Personen wird das Medical Center Luzern in Nottwil bis Ende März zurückgebaut.

Seit dem Impfstart im Kanton Luzern im Dezember 2020 verlaufen die Covid-19-Impfungen gemäss der Impfplanung des Kantons Luzern. Es handelt sich um eine rollende Planung, die bei genügend Impfstoff beschleunigt werden, bei Lieferengpässen aber auch Verzögerungen erfahren kann. Aufgrund der bisherigen Lieferengässe musste die Impfplanung letzte Woche angepasst werden.

Regierungsrat Guido Graf freuts

In den Luzerner Alters- und Pflegeheimen sind die Impfungen weitgehend abgeschlossen. Ab heute Abend werden alle impfwilligen Bewohnenden und Mitarbeitenden mit der ersten und der zweiten Impfdosis gegen Covid-19 geimpft sein. Insgesamt sind dies 14’681 Personen. Zusätzlich sind rund 900 Personen mit der ersten Impfdosis geimpft. Die Impfbereitschaft war von Heim zu Heim unterschiedlich, durchschnittlich betrug sie bei den Bewohnenden 70 bis 90 Prozent und bei den Mitarbeitenden rund 40 Prozent.

«Mit den abgeschlossenen Impfungen in Alters- und Pflegeheimen haben wir ein wichtiges Etappenziel erreicht. Die Impfkampagne zeigt Wirkung: Die Fallzahlen sind stark gesunken.»

Regierungsrat Guido Graf, Gesundheits- und Sozialdirektor, zieht eine positive Bilanz: «Mit den abgeschlossenen Impfungen in Alters- und Pflegeheimen haben wir ein wichtiges Etappenziel erreicht. Die Impfkampagne zeigt Wirkung: Die Fallzahlen sind stark gesunken. Auch die in Alters- und Pflegeheimen vermehrt durchgeführten Schnelltests identifizieren nur in Einzelfällen infizierte Personen ohne Symptome. Todesfälle an und mit COVID-19 waren seit 19. Februar 2021 keine mehr zu verzeichnen.» Regierungsrat Guido Graf

Erste Impfungen in sozialen Einrichtungen durchgeführt

Viele besonders gefährdete Personen wohnen auch in sozialen Einrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderungen. Im Verlauf dieser Woche wurden alle impfwilligen Bewohnenden und Mitarbeitenden mit der ersten Impfdosis geimpft. Ende März kann die zweite Impfdosis verabreicht werden. Somit sollten die Impfungen in den sozialen Einrichtungen spätestens Mitte April abgeschlossen sein.

Voraussichtlich bis Ende April alle impfwilligen Personen über 75 Jahre geimpft
Der Kanton Luzern ist zudem laufend daran, Personen über 75 Jahre zu impfen. Da aktuell jedoch nur wenige Impfdosen zur Verfügung stehen, wird es voraussichtlich Ende April, bis alle impfwilligen Personen über 75 Jahre mit der ersten und zweiten Impfdosis geimpft sind.

Entlastung für Gesundheitssystem

Guido Graf: «Wir gehen davon aus, dass die Anzahl der hospitalisierten Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den Luzerner Spitälern weiter abnimmt und das Gesundheitssystem somit zunehmend entlastet wird. Einer der Hauptgründe dafür sind die Impfungen, die bereits vorgenommen werden konnten. In der Folge sollten unter Berücksichtigung weiterer Faktoren weitere vorsichtige Lockerungen der Massnahmen geprüft werden können.»

Voraussichtlich im Frühherbst alle impfwilligen Personen geimpft

Voraussichtlich im Frühherbst sollten gemäss aktueller Planung schliesslich alle impfwilligen Personen im Kanton Luzern mit der ersten und zweiten Impfdosis geimpft sein. Graf: «Wir sind parat. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht, können wir in unseren beiden Impfzentren in Luzern und Willisau täglich insgesamt rund 3’000 Impfungen vornehmen. Wenn wir die Betriebszeiten ausdehnen, können wir problemlos noch mehr Impfungen täglich durchführen. Zudem ist vorgesehen, dass Impfungen auch in Arztpraxen und Apotheken angeboten werden können, sobald genügend und auch für die Lagerung in Praxen und Apotheken geeigneter Impfstoff zur Verfügung steht. Summa summarum können im Kanton Luzern im besten Fall somit täglich voraussichtlich rund 4’000 – 5’000 Personen geimpft werden.»