«Ich fand sie irgendwo allein in Mexiko. Anita. Schwarz war ihr Haar. Die Augen wie zwei Sterne so klar.» Diese Zeilen machten Costa Cordalis († 75) im Jahr 1976 zum Superstar. Und auch nach einer langen Karriere und über 10 Millionen verkauften Platten blieb «Anita» sein grösster Hit.

Doch fand Costa sie nicht in Mexiko, wie er in dem Lied singt, sondern in Griechenland. «Anita gab es wirklich», enthüllte der Schlagerstar bei der TV-Show «Goodbye Deutschland». Eine Woche nach seinem Tod zeigte VOX diese Woche eine 2014 produzierte Ausgabe der Sendung, in der Costa zurück in seine Heimat reiste. Dort traf er seinen Onkel Sokrates, einen ehemaligen General, der ihn nicht nur in seiner Karriere unterstützte, sondern ihm auch die Inspiration für seinen grössten musikalischen Erfolg lieferte.

«Anita war die Freundin meines Onkels», erklärte Costa in der Sendung. «Ich war ein kleiner Knirps damals und sie hatte meinen Onkel gesehen in seiner Uniform, stattliche Figur, und ist ihm hinterher gelaufen. Daraus ist eine Liaison entstanden, denn er war damals auch ein kleiner Casanova.» Doch Anita verdrehte nicht nur Sokrates den Kopf, auch bei Costa hinterliess die Dame mit den schwarzen Haaren und schönen Augen einen bleibenden Eindruck: «Sie war eine sehr, sehr, sehr hübsche Frau. Das hat mich inspiriert.»

Die grosse Liebe war nicht Anita

Cordalis und seine Frau Ingrid waren bis zum Tod des Musikers über 50 Jahre verheiratet. Zusammen bekamen sie drei Kinder: Sohn Lucas (51) und ihre Töchter Kiki und Eva. Ausserdem war der 75-Jährige Zeit seines Lebens ein liebevoller Grossvater für seine Enkelkinder. Auch seinen Fans machte er immer deutlich: Er ist durch und durch Familienmensch! Das war allerdings nicht immer so. Zu Beginn seiner Karriere musste Costa seine Familie verheimlichen.