Eine koordinierte Polizeiaktion gegen den organisierten Drogenhandel Luzern führte am vergangenen Freitag zur Verhaftung von sechs Personen. Dabei stellten die Ermittler neun Kilogramm Kokain sicher. Das Zentrum der illegalen Geschäfte befand sich in einer Bar in Emmenbrücke.
Einsatzkräfte mehrerer Polizeikorps führten am 27. Februar unter der Leitung der Staatsanwaltschaft 4 des Kantons Luzern koordinierte Zugriffe in den Kantonen Luzern und Zürich durch. Dabei konnten die Ermittler eine professionell organisierte Drogenhandelsstruktur zerschlagen, die seit geraumer Zeit aktiv war. Die Aktion erfolgte im Rahmen der verstärkten Zusammenarbeit der Zentralschweizer Polizeikorps gegen die organisierte Kriminalität.
Professioneller Betäubungsmittelhandel in Emmenbrücke aufgedeckt
Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass in einer Bar in Emmenbrücke systematisch mit Betäubungsmitteln gehandelt wurde. Zudem konnten die Behörden feststellen, dass die Hauptbeschuldigten Drogen im Ausland bezogen und in grösseren Mengen weiterverkauften. Am Freitagabend überwachten die Ermittler eine geplante Übergabe einer grösseren Menge Kokain gegen einen hohen Geldbetrag. Dabei sollten die Betäubungsmittel nach Zürich geliefert werden, während die Geldübergabe in Luzern stattfinden sollte.
Die koordinierte Aktion führte zur Festnahme von fünf Personen an vier verschiedenen Standorten in Luzern und Zürich. Ausserdem wurde eine weitere verdächtige Person in Polen angehalten und festgenommen. Wie die Luzerner Polizei mitteilt, handelt es sich bei den Festgenommenen um fünf Männer und eine Frau im Alter zwischen 20 und 46 Jahren.
Internationale Zusammenarbeit gegen organisierte Kriminalität
Bei den mehreren Haus- und Fahrzeugdurchsuchungen stellten die Einsatzkräfte neben rund neun Kilogramm Kokain auch Schmuck und mutmassliches Drogengeld sicher. Die Verdächtigen stammen aus der Schweiz, der Türkei, dem Irak und Vietnam. Folglich zeigt sich die internationale Dimension des Drogenhandels in der Region deutlich.
Für die erfolgreiche Aktion standen Einsatzkräfte der Zentralschweizer Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri und Zug sowie der Kantons- und Stadtpolizei Zürich im Einsatz. Die Operation steht im Zusammenhang mit dem Pilotprojekt zur verstärkten Zusammenarbeit gegen die organisierte Kriminalität, das die Zentralschweizer Regierungskonferenz im November 2024 beschlossen hatte. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft 4 des Kantons Luzern für alle sechs Personen Untersuchungshaft beim Zwangsmassnahmengericht Luzern beantragt.







