Der Durchgangsbahnhof Luzern (DBL) ist ein Jahrhundertprojekt für die Zentralschweiz: Kapazitätsengpässe werden behoben, Reisezeiten verkürzt, das S-Bahnangebot ausgebaut und Flächen in der Innenstadt frei.

Im Juni 2019 hatte das eidgenössische Parlament dem Ausbauschritt 2035 für die Bahninfrastruktur zugestimmt und für die weitere Projektierung des Ausbaus bis und mit Bau- und Auflageprojekt 85 Mio. Franken zur Verfügung gestellt.

Wie eine solche Entwicklung der Innenstadt aussehen könnte, zeigt die Stadt Luzern im Rahmen einer Testplanung auf. Ziel: Sicherstellung der Mobilitätsdrehscheibe für alle Verkehrsteilnehmenden! Dem Luzerner Regierungsrat wurde die von der Stadt Luzern in Auftrag gegebene Testplanung vorgestellt.

Mobilitätsdrehscheibe der Zentralschweiz

«Die Testplanung ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Realisierung des Durchgangsbahnhofs», sagt Baudirektor Fabian Peter. «Aus Sicht des Kantons noch stärker einzufliessen hat der überregionale Blickwinkel auf die Mobilität. Es ist dem Regierungsrat ein Anliegen, dass die Erreichbarkeit der grössten Mobilitätsdrehscheibe in der Zentralschweiz für alle Verkehrsteilnehmenden – Bahn, Bus, Auto, Taxi, Schiff, Velo, Fussgänger – gleichermassen sichergestellt werden kann. Dieser Aspekt kommt aus Sicht des Kantons in der Testplanung noch zu kurz.»

Die aus der Testplanung resultierenden Empfehlungen sowie der Schlussbericht der Stadt Luzern konnten auf kantonaler Ebene noch nicht konsolidiert und gewürdigt werden. Vom 22. Februar bis Ende April 2021 führt die Stadt Luzern eine digitale Vernehmlassung durch. Der Kanton wird zu den Resultaten der Testplanung im Rahmen dieser Vernehmlassung Stellung nehmen.

Nächster Schritt: Gesamtverkehrliche Studie

Aus kantonaler Sicht wichtig ist, dass die Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof Luzern für alle Verkehrsteilnehmenden gleichermassen funktioniert und deren Erreichbarkeit insgesamt sichergestellt bleibt. Darum wird der Kanton eine gesamtverkehrliche Studie mit Fokus auf die kantonalen Mobilitätsbedürfnisse unter seinem Lead angehen. Damit soll unter Einbezug der Empfehlungen des Schlussberichts die zukünftige Entwicklung des Verkehrssystems geprüft werden. Dies soll abgestimmt auf die laufenden kantonalen Projekte wie beispielsweise «Zukunft Mobilität im Kanton Luzern» erfolgen.