Die Gemeinde Emmen hat eine neue Klima- und Energiestrategie vorgelegt, mit der sie bis 2050 CO2-neutral werden will. Konkrete Massnahmen müssen aber erst noch erarbeitet werden. Am 10. März entscheidet der Einwohnerrat über die Strategie.
Verkehr und Heizungen als Hauptverursacher
Emmen weist heute einen Pro-Kopf-Ausstoss von 3,5 Tonnen CO2 pro Jahr auf – deutlich weniger als der kantonale Durchschnitt von 5,3 Tonnen. Etwa die Hälfte der Emissionen stammt aus dem Verkehr, inklusive des Emmer Teilstücks der A2, die andere Hälfte von Heizungen.
Um das Netto-Null-Ziel zu erreichen, müssten alle 1600 Öl- und 400 Gasheizungen in der Gemeinde durch erneuerbare Systeme ersetzt werden – etwa 80 pro Jahr. Die Gemeinde will bei ihren eigenen Gebäuden bis 2040 vorangehen, bei privaten Bauten aber nur «geeignete Rahmenbedingungen» schaffen.
Solarenergie und zusätzliche Stellen
Bei der Solarenergie ist Emmen bereits gut aufgestellt: Die 450 bestehenden Anlagen haben eine Leistung von 24 Megawatt-Peak – mehr als in der ganzen Stadt Luzern. Die Gemeinde prüft den Bau von Solardächern über Parkplätzen und will beim Bund eine Solaranlage entlang der Autobahn anregen.
Für die Umsetzung der Strategie sind zwei bis drei zusätzliche Vollzeitstellen in der Verwaltung nötig. Der Einwohnerrat wird in elf Tagen darüber befinden.







