Sie gehört zu den besten Eishockeyspielerinnen der Schweiz und steht momentan beim Vorzeigeprojekt des EV Zug unter Vertrag. Bereits mit 18 Jahren wechselte sie wegen des Hockeys ins Ausland. Insgesamt vier Jahre zeigte sie ihre exzellente Technik in den USA an der University of Minnesota-Duluth, danach spielte sie sechs Jahre in Schwedens höchster Frauenliga SDHL. Beim Frauenteam des EVZ nimmt Lara Stalder aufgrund ihrer grossen Erfahrung eine Leaderrolle ein. Beim Vodcast bei Andy Wolf auf Radio Lozärn blickt sie auf ihre äusserst erfolgreiche Karriere zurück und wagt gleichzeitig einen Ausblick: «Eishockey ist sehr vielseitig, du musst Schlittschuhlaufen, dann hast du noch einen Stock in der Hand und eine schwere Ausrüstung, du hast Teamkameraden, das Zusammenspiel, schlussendlich ist es ein Spiel. Ich bin auch mega ehrgeizig in jedem Spiel, das ich angehe. Es ist die Kombination von all dem, was mich täglich packt».
Schön früh zu höherem berufen
Die Karriere von Lara Stalder nahm nach den ersten Gehversuchen mit fünf Jahren rasant an Fahrt auf. «Angefangen hat es im Teenager-Alter, als ich das erste Mal mit der Schweizer Nationalmannschaft unterwegs war und dann Angebote bekam, um im Ausland zu spielen, in Amerika in einem College. Ich dachte so zu mir, cool, dass es das gibt, also ausserhalb der Schweiz, Frauen, die zusammenspielen. Ich glaube, das war so der erste Schritt. Es war ein Traum, bei einer Collegemannschaft zu spielen, wo man gleichzeitig studieren kann. Aus einem Traum wurde dann Realität, wenn auch mit ein paar Hindernissen. Aber ich bin sehr dankbar, dass ich die Chance bekam, denn da habe ich bemerkt, dass das Ganze in Richtung Leistungssport geht. Man muss leisten, um ein Stipendium zu bekommen».
Nächsten Karriereschritt in Schweden vollzogen
Nach der ersten Phase in einem professionellen Umfeld zog es Lara Stalder nach Skandinavien, genauer Schweden. Auf die Frage von Andy Wolf, wie es dazu kam, antwortet sie: «Ich wollte immer Sport und Studium miteinander verbinden, in den USA durfte ich den Bachelor machen und dann fragte ich mich, was kommt nun als nächstes. Ich wusste, dass man auch in Schweden die beiden Dinge weiterhin kombinieren kann. Und dort habe ich auch den Master gemacht, mit Hockey nebenbei, welches in Schweden schon weiterentwickelt war, habe auch Geld verdient. Es war eine Rückkehr nach Europa, aber die Strukturen sind gleichgeblieben».

Rückkehr in die Schweiz zum EVZ
«Der ursprüngliche Impuls für das Engagement beim EVZ kam seinerzeit schon von mir, aber jetzt, wo ich auch hinter die Dinge schauen kann, habe ich realisiert, dass es aus verschiedenen Richtungen einen Impuls gebraucht hat. Bei mir persönlich hat es angefangen, als im OYM (On your marks) in Cham trainiert habe und dabei die richtigen Leute kennen gelernt habe. Weil nicht ganz günstig, musste ich Sposoren suchen und dabei traf ich sehr gute Leute, die mir geholfen haben, das Sommertraining zu finanzieren. Diese haben aber grösser gedacht, wie können wir Lara und dem Projekt helfen. So habe ich Gespräche mit dem EV Zug geführt, denn dieser hat auch eine Potentialanalyse durchgeführt und so habe ich gesehen, dass der Zugang von verschiedenen Seiten stattfand. Schlussendlich wollte ich auch vorangehen, ich wollte das Zugpferd sein, zusammen mit dem Coach Daniela Diaz, die ich schon seit Jahren kenne und schätze». Wir wünschen der sympathischen Sportlerin alles Gute zur Verwirklichung ihrer Pläne, das Frauen-Eishockey in der Schweiz noch populärer zu machen.








