Die Gedenkfeier Sempach findet schon am Sonntag, 30. Juni 2019 statt. Bundesrat Ignazio Cassis wird die Festrede halten. Eine weitere Besonderheit ist der Gastkanton! Radio Lozärn kennt das Festprogramm.

Am Sonntag, 30. Juni 2019 gedenkt der Kanton Luzern der Schlacht bei Sempach von 1386. Zum Auftakt der Gedenkfeier lädt die Stadt Sempach um 9 Uhr zum traditionellen Morgenbrot ein. Danach werden die Glarner Tambouren vor den anderen Formationen ins Städtli einziehen. Stadtpräsident Franz Schwegler wird die Gäste begrüssen. Im Anschluss findet der feierliche Einzug durch das Städtchen in die Kirche St. Stefan statt.

Foto: ZVG Staatskanzlei Luzern.

Der Gastkanton Glarus bringt seine, von der Näfelser Fahrt bekannten, Kreuz- und Bannerträger mit, die den Ehrengästen vorausschreiten werden. In der Kirche St. Stefan finden der ökumenische Gottesdienst und der Festakt statt. Die Festpredigt hält der Theologe Lukas Niederberger. Nach dem kirchlichen Teil eröffnet Regierungspräsident Robert Küng mit einer Grussrede den weltlichen Teil der Gedenkfeier. Die Festrede hält Bundesrat Ignazio Cassis.

Im Anschluss an die Gedenkfeier gibt es für die Bevölkerung einen Apéro – die Stadt Willisau wird Spezialitäten aus ihrer Region offerieren. Die Musikgesellschaft Harmonie Sempach umrahmt die Gedenkfeier musikalisch.

Festprogramm

  • 09.00 Uhr Morgenbrot im Städtli und in den Restaurants
  • 09.20 Uhr Begrüssung durch den Stadtpräsidenten
  • 09.40 Uhr Feierlicher Einzug durch das Städtli in die Kirche
  • 10.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst
  • 11.25 Uhr Auszug und Apéro
  • 12.40 Uhr Ende der Veranstaltung

Die Schlacht von Sempach vom 09. Juli 1386

Verblutet lag Herzog Leopold III. von Österreich auf dem Feld vor den Toren der Stadt Sempach. Und er war nicht der einzige – rund um ihn herum lagen in der Sommerhitze seine toten Ritter. Die legendäre Begegnung zwischen den Habsburgern und den Eidgenossen fand am 09. Juli 1386 statt. Zur Vorgeschichte gehört, dass die Eidgenossen in den vorhergehenden Jahren ihr Territorium weiter ausgeweitet hatten. Am Weihnachtstag 1385 hatten die Luzerner in ihrem Hinterland Rothenburg und die Schwyzer Rapperswil am Zürichsee angegriffen, zwei Städte die bislang den Habsburgern untertan gewesen waren. Im Januar gingen die Luzerner noch weiter und eroberten die Vogteistadt Sempach. Da riss den Österreichern der Geduldsfaden und sie planten, um das Reich und das Territorium der Habsburger zu erhalten, einen Gegenschlag.