Nach dem Start auf dem Zugerberg ereignete sich am Freitag, 03.04.2026, eine seltene Gleitschirm-Kollision zwischen zwei Piloten. Kurz nach 13.30 Uhr ging bei der Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei ein Notruf ein. «Aus bislang unbekannten Gründen stiessen die beiden Piloten nach dem Start in der Luft zusammen», teilte die Zuger Polizei mit.
Einer der Gleitschirme stürzte nach der Kollision ab. Dabei blieb er in rund 15 Metern Höhe in einem Baum hängen. Der 47-jährige Pilot sass fest und konnte sich nicht selbst befreien. Derweil gelang es dem zweiten beteiligten Piloten, einem 55-jährigen Mann, nach der Kollision selbstständig zu landen.
Gleitschirm Kollision: Spezialisten befreien Piloten aus dem Baum
Spezialisten der Sicherungs- und Rettungstechnikgruppe der Zuger Feuerwehren rückten sofort aus. Die Höhenrettungsexperten sicherten den 47-jährigen Piloten. Schliesslich befreiten sie ihn gegen 15.15 Uhr aus seiner misslichen Lage. Zudem standen mehrere Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug im Einsatz.
Glücklicherweise endete der Zusammenstoss glimpflich. Beide Piloten blieben unverletzt, wie die Zuger Polizei bestätigte. Dennoch entstanden Schäden an den Gleitschirmen durch die Kollision und den anschliessenden Absturz in den Baum. Ausserdem mussten die Rettungskräfte den beschädigten Schirm aus der Baumkrone bergen.
Seltene Unfallart beim Gleitschirmfliegen
Kollisionen zwischen Gleitschirmpiloten in der Luft gehören zu den seltenen Unfallursachen beim Flugsport. In der Schweiz ereignen sich jährlich rund 1000 Gleitschirm-Unfälle. Dabei passieren die meisten bei Start und Landung. Dennoch zeigt dieser Vorfall, wie wichtig die Aufmerksamkeit und Kommunikation zwischen Piloten ist.
Die Sicherungs- und Rettungstechnikgruppe der Zuger Feuerwehren besteht aus rund 30 spezialisierten Rettern. Diese stammen aus verschiedenen Zuger Feuerwehren. Die Experten sind speziell für Höhenrettungen ausgebildet und kommen regelmässig bei Bergunfällen zum Einsatz.
Der Zugerberg gilt als beliebter Startplatz für Gleitschirmflieger in der Zentralschweiz. Ähnliche Rettungseinsätze kommen regelmässig vor, wie auch im Kanton Luzern bei verschiedenen Freizeitsportunfällen. Die genaue Unfallursache wird nun von den Behörden untersucht.







