Sofia Goggia hat sich im Kampf um die kleine Kristallkugel im Super-G zurückgemeldet und den zweiten Super-G in Soldeu gewonnen. Die Schwyzerin Corinne Suter verpasste als Vierte knapp das Podest und büsste 29 Hundertstel auf Platz drei ein.
Goggia schlägt im Kugelkampf zurück
Nach dem sechsten Platz am Vortag zeigte Sofia Goggia eine eindrucksvolle Reaktion. Die 32-jährige Italienerin distanzierte die deutsche Siegerin vom Samstag, Emma Aicher, um 24 Hundertstel und sicherte sich damit wichtige Punkte im Kampf um die kleine Kristallkugel. Wie die Luzerner Zeitung berichtet, büsste Aicher vor allem im Steilhang rund sechs Zehntel auf die Italienerin ein und vergab damit den möglichen Doppel-Triumph.
Auf dem dritten Podestplatz klassierte sich die Norwegerin Kajsa Lie, die ihre aufsteigende Form der letzten Tage bestätigte. Nach den Plätzen sieben und fünf an den Vortagen holte sie sich ihren ersten Podestplatz in dieser Saison im Super-G – den zehnten ihrer Weltcup-Laufbahn.
Suters starke Serie hält an
Corinne Suter bewies einmal mehr ihre ausgezeichnete Verfassung in diesem Winter. Die 30-jährige Schwyzerin, die am Freitag die Abfahrt gewonnen und am Samstag im ersten Super-G Dritte geworden war, nutzte erneut ihren Startvorteil mit der tiefen Nummer eins. Bei aufgeweichten und gesalzenen Pistenverhältnissen kämpfte sie sich zu einem starken vierten Platz, wobei zur dritten Top-3-Klassierung innerhalb von 72 Stunden lediglich 29 Hundertstel fehlten.
Diese Serie unterstreicht Suters beeindruckendes Comeback nach ihrer schweren Verletzung. Die Olympiasiegerin von 2022 hat sich nach ihrer langen Pause wieder an die Weltspitze herangekämpft und gehört zu den konstantesten Fahrerinnen im Geschwindigkeitsbereich. Ihre Leistungen in Soldeu zeigen, dass sie auch in der entscheidenden Saisonphase um Siege und Podestplätze mitkämpfen kann.
Weitere Schweizerinnen ohne Weltcup-Punkte
Während Suter die Schweizer Fahne hochhielt, konnten ihre Teamkolleginnen nicht mit der internationalen Spitze mithalten. Malorie Blanc erreichte als beste der übrigen Schweizerinnen den 15. Zwischenrang, büsste aber bereits 2,15 Sekunden auf die Führende ein. Noch deutlicher fiel der Rückstand bei Joana Hählen und Jasmina Suter aus, die über drei Sekunden verloren.
Diese Resultate verdeutlichen die hohe Dichte an der Weltspitze und zeigen, wie schwierig es ist, konstant um Podestplätze zu kämpfen. Für das Schweizer Team bleibt Corinne Suter die grosse Hoffnungsträgerin, die mit ihren Leistungen in Soldeu bewiesen hat, dass sie zu den besten Speed-Spezialistinnen der Welt gehört.
Mit dem Weltcup-Finale in gut drei Wochen in Hafjell stehen noch wichtige Rennen auf dem Programm. Für Goggia geht es dabei um die Verteidigung ihrer Führung in der Super-G-Wertung, während Suter versuchen wird, ihre starke Form bis zum Saisonende zu konservieren und weitere Podestplätze zu sammeln.







