Bei einem tragischen Gondelabsturz in Engelberg ist am Mittwochvormittag eine Person ums Leben gekommen. Die Gondel der Bahn Xpress Trübsee-Stand stürzte kurz nach der Mittelstation ab und überschlug sich mehrfach.
Gondelabsturz Engelberg: Dramatische Szenen auf 2000 Metern Höhe
Das Unglück ereignete sich auf rund 2000 Metern Höhe kurz nach der Mittelstation Trübsee in Richtung Schlächtismatt. Senad Sakic, Leiter der Kriminalpolizei Nidwalden, erklärte, dass sich nur eine Person in der für acht Personen zugelassenen Gondel befunden habe. Die Kabine sei vom Seil gestürzt und habe sich dabei mehrfach überschlagen.
Ein Augenzeuge schilderte den dramatischen Moment: «Es hat stark gewindet. Dann gab es einen Ruck, wo sich das Seil bewegt hat.» Daraufhin sei die Kabine abgestürzt. Zudem berichtete er, dass er nur 20 Minuten zuvor selbst noch in einer der Gondeln unterwegs gewesen sei. Dieses YouTube Video zeigt die Gondel, wie sie einen schneebedeckten Hang hinunterstürzt.
Schwierige Rettungsarbeiten bei starkem Wind
Die Rettungsarbeiten gestalteten sich aufgrund der Höhenlage und der Wetterbedingungen äusserst schwierig. Ein Rettungshubschrauber der Rega sowie ein Super-Puma Helikopter kamen zum Einsatz. Dennoch konnten die Rettungskräfte trotz 30-minütiger Reanimationsversuche das Leben der verunglückten Person nicht retten.
Der Wetterdienst MeteoSchweiz hatte für den Tag eine Windwarnung herausgegeben. Demnach erreichten die Windspitzen in exponierten Lagen oberhalb von 1800 Metern bis zu 130 Kilometer pro Stunde. Inzwischen waren mehrere Gondelbahnen im Skigebiet wegen der starken Winde geschlossen.
Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Allerdings bleiben die genauen Gründe für den Gondelabsturz in Engelberg vorerst unklar. Die Evakuierung weiterer Wintersportler aus anderen Gondeln war am Nachmittag noch nicht abgeschlossen. Auch ein Care-Team steht den Betroffenen zur Seite.







