Die Leiterin des Instituts für Jüdisch-Christliche Forschung (IJCF) an der Universität Luzern, Prof. Dr. Verena Lenzen, ist von Papst Franziskus als vatikanische Beraterin für die Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum ernannt worden.

Die Kommission für die religiösen Beziehungen mit dem Judentum ist durch Papst Paul VI. 1974 gegründet worden und arbeitet seither als Unterabteilung des Päpstlichen Rats für die Förderung der Einheit der Christen, schreiben die «Vatican News», das News-Portal des Heiligen Stuhls. Papst Franziskus hat gemäss der Mitteilung nun sechs neue Mitglieder ernannt, darunter Verena Lenzen.

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Lenzen studierte Judaistik, katholische Theologie, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Bonn und Köln. Am 1. Oktober 2001 hat Verena Lenzen die Professur für Judaistik und Theologie / Christlich-Jüdisches Gespräch sowie die Leitung des Instituts für Jüdisch-Christliche Forschung (IJCF) der Universität Luzern übernommen. Ihr Engagement für den jüdisch-christlichen Dialog schlägt sich seit vielen Jahren in ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit nieder. 2004 wurde Verena Lenzen vom damaligen Bundespräsidenten Deutschlands, Johannes Rau, das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Weitere wurden in die Kommission ernannt

Nebst Verena Lenzen wurden in die Kommission ernannt: Bruno Forte, Erzbischof von Chieti-Vasto (Italien); Edward Bernard Scharfenberger, Bischof von Albany (USA); Pater Louis-Marie Coudray OSB, Leiter der Abteilung für die Beziehungen mit dem Judentum in der Französischen Bischofskonferenz; Etienne Emmanuel Vetö, Leiter des Kardinal-Bea-Zentrums für Judaistik an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom; Sr. Maria Neubrand MC, Dozentin für neutestamentliche Exegese an der Theologischen Fakultät Paderborn.

Papst Franziskus ist seit dem 13. März 2013 der 266. Bischof von Rom und damit Papst, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und Souverän des Vatikanstaats. Als Argentinier ist Franziskus der erste gebürtige Nichteuropäer im Papstamt seit dem im 8. Jahrhundert amtierenden Gregor III.