Die Halbierungsinitiative Zentralschweiz ist gescheitert. Über 400 Personen aus der Region haben sich im Zentralschweizer Komitee gegen die SRG-Initiative engagiert und freuen sich über das klare Nein der Stimmbevölkerung zur massiven Gebührensenkung.
Das Zentralschweizer Komitee gegen die Halbierungsinitiative Zentralschweiz zieht eine positive Bilanz nach der Abstimmung vom 8. März 2026. Yannick Gauch, Koordinator des Komitees, zeigt sich erfreut über das deutliche Nein der Stimmbevölkerung zur SRG-Initiative, die eine massive Gebührensenkung vorgesehen hatte.
Halbierungsinitiative Zentralschweiz: Breite Allianz gegen die Initiative
Über 400 Persönlichkeiten aus Politik, Sport, Kultur, Medien und Wissenschaften schlossen sich im Zentralschweizer Komitee zusammen. Dabei engagierten sich Vertreter aus allen Zentralschweizer Kantonen vehement gegen die zerstörerische SRG-Initiative. Das Komitee organisierte Anlässe, Podiumsveranstaltungen, Standaktionen und eine Testimonialkampagne.
Zudem war das Zentralschweizer Komitee eines von 13 Regionalkomitees unter dem Dach des Vereins Souveräne Medien Schweiz. Ausserdem trugen weitere Mitstreitende wie die Allianz Pro Medienvielfalt, das Sportkomitee und die Kampagne der Kulturschaffenden massgeblich zum erfreulichen Abstimmungsresultat bei.
Regionale Auswirkungen befürchtet
Das Abstimmungsergebnis ist ein klares Bekenntnis zur Bedeutung einer unabhängigen, vielfältigen und ausgewogenen Berichterstattung in allen Landesteilen. Denn eine Halbierung der Medienabgabe hätte das Angebot der SRG substanziell geschwächt – mit spürbaren Folgen insbesondere für die Regionen. Eine starke Zentralisierung wäre unumgänglich geworden und der Studiostandort Luzern wäre kaum noch zu halten gewesen.
Deshalb überzeugte das Argument der sinkenden Medienvielfalt und der Desinformation die Zentralschweizer Stimmbevölkerung in Zeiten ohnehin bereits fragiler Medienlandschaft. Insbesondere sprachen aus Sicht des Komitees drei zentrale Argumente gegen die Halbierungsinitiative Zentralschweiz: In Krisenzeiten brauche es starke Medien für verlässliche Informationen, eine halbierte SRG müsste radikal abbauen und die SRG funktioniere als Medienhaus für die ganze Schweiz.
Transformationsprozess geht weiter
Dennoch befindet sich die SRG auch ohne die Halbierungsinitiative in einem umfassenden Transformationsprozess. Entsprechend der vom Bundesrat beschlossenen Gebührensenkung auf 300 Franken pro Haushalt muss die SRG bis 2029 einen Sparauftrag von 270 Millionen Franken umsetzen. Gleichzeitig werden die Diskussionen um den medialen Service Public auch im politischen Prozess um die neue Konzession weitergeführt.
Folglich will sich das Komitee aktiv an diesen Diskussionen beteiligen. Schliesslich zeigt das Abstimmungsresultat vom 8. März 2026, dass die Zentralschweizer Bevölkerung hinter einer starken SRG als medialen Service Public steht und eine radikale Schwächung des öffentlichen Rundfunks ablehnt.







