Nach langen und bewegten politischen Diskussionen und einer intensiven Planungs- und Bauphase ist es soweit: die Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) ist frisch renoviert und kann ihren Betrieb aufnehmen. Am 11. Dezember öffnet eine nutzerfreundliche, moderne und attraktive ZHB ihre Türen.

50’000 Bücher und Medien in der neuen Freihandbibliothek, 140 Arbeitsplätze, attraktive Leselounges sowie barrierefreie Zugänge – dies und viel mehr steht seit dem 11. Dezember 2019 der Luzerner Bevölkerung und Studierenden des Hochschulplatzes zur Verfügung. Foto: HO.

Für die Öffentlichkeit besteht die Möglichkeit, sich an Führungen ein Bild von der renovierten ZHB zu machen. Folgende Daten stehen zur Verfügung, keine Anmeldung nötig. Führungen mit Fokus «Architektur/Denkmalpflege», Dauer ca. 45 Min. vom 11. bis 14. Dezember und 16. bis 21. Dezember jeweils um 13 Uhr. Die Führungen mit Fokus «Benutzung», Dauer ca. 15 Min. vom 11. bis 14. Dezember jeweils um 12 Uhr und um 17 Uhr (am Sa 14.12. um 15 Uhr), 16. bis 21. Dezember jeweils um 12 Uhr.

«Die Symbiose ist gelungen»

50’000 Bücher und Medien in der neuen Freihandbibliothek, 140 Arbeitsplätze, attraktive Leselounges sowie barrierefreie Zugänge – dies und viel mehr steht seit dem 11. Dezember 2019 der Luzerner Bevölkerung und Studierenden des Hochschulplatzes zur Verfügung. Gleich zwei Regierungsräte freuen sich anlässlich der offiziellen Eröffnung über die gelungene Renovation des markanten, denkmalgeschützten Gebäudes im Vögeligärtli: Finanzdirektor Reto Wyss als Chef der kantonalen Hochbauten sowie Bildungs- und Kulturdirektor Marcel Schwerzmann. «Die Symbiose ist gelungen», sagt Regierungsrat Reto Wyss. «Die Symbiose zwischen der sorgfältigen Renovation und den anspruchsvollen Nutzungserwartungen der heutigen Gesellschaft.» Auch finanziell stimmt es. Der Baukredit von total 20,38 Millionen Franken konnte eingehalten werden.

Im Stil der 50er Jahre – mit modernem Inhalt

Mit dem Baubeginn im Dezember 2017 endete die wechselvolle politische Vorgeschichte der nun abgeschlossenen Sanierung der 1951 eröffneten damaligen Zentralbibliothek Luzern. Das Gebäude des renommierten Architekten Otto Dreyer wurde in den vergangenen zwei Jahren mit dem 2016 vom Kantonsrat beschlossenen Kredit für eine moderne Bibliotheksnutzung umgebaut.

Bildungs- und Kulturdirektor Marcel Schwerzmann ist überzeugt, dass Bibliotheken ihre Anziehungskraft bis heute nicht verloren haben. «Die ZHB ist keineswegs ein Auslaufmodell. Die Luzerner Bevölkerung darf stolz sein, eine hochmoderne, nutzerfreundliche und funktionale Bibliothek zur Verfügung zu haben», sagt er. So gefällt dem Bildungs- und Kulturdirektor insbesondere die klare und zweckmässige Renovierung – ganz im Stil der 50er Jahre – aber verbunden mit der funktionellen Anpassung an die digitalen und wissenschaftlichen Anforderungen des 21. Jahrhunderts.

Für die Öffentlichkeit besteht die Möglichkeit, sich an Führungen ein Bild von der renovierten ZHB zu machen. Die Daten sehen Sie oben. Bild: HO.

Begegnungsstätte von Wissen und Lesen

Die neue ZHB soll eine Begegnungsstätte des Wissens sein – gut nutzbar für Studierende, aber auch für alle Interessierten, die den Vorteil einer ruhigen Arbeits- und Leseumgebung sowie einen grossen Bestand an Literatur in vielfältigen Formen schätzen. Auch für den «Hausherrn» und Direktor der ZHB Luzern, Rudolf Mumenthaler, bedeutet die abgeschlossene Bauphase und die Wiedereröffnung der ZHB «eine grosse Erleichterung über den guten Abschluss des Bauprojekts und gleichzeitig auch Freude, wie gelungen die Sanierung geraten ist». Konkret spricht er die Umnutzung des Magazintrakts in eine Freihandbibliothek an, die Verbesserung der konservatorischen Bedingungen für den Bestand und die Sondersammlungen sowie die zusätzliche Nutzerfreundlichkeit des Gebäudes. «In der neuen ZHB werden sich die Nutzerinnen und Nutzer wohl fühlen», ist er überzeugt.