Die Justiz ermittelt noch immer gegen die Luzerner Rapperin wegen Verdachts auf Betrug. Doch beruflich läuft es Loredana Zefi besser denn je. Youtube sei Dank! Radio Lozärn hat reingehört.

Die Vorwürfe wiegen schwer: Loredana soll der Walliserin Patricia H. (Name der Redaktion bekannt) 700 000 Franken abgenommen haben. Dies, indem sie sich als Anwältin Anna Landmann, uneheliche Tochter des Zürcher Staranwalts Valentin Landmann, ausgegeben haben soll. Jetzt droht der 24-jährigen Schweiz-Albanerin juristisches Ungemach.

Doch die unzähligen Skandal-Schlagzeilen haben Zefi nicht geschadet – im Gegenteil: Ihr neuer Song «Labyrinth» ist das Thema in den sozialen Netzwerken und wurde seit Veröffentlichung innerhalb weniger Stunden bereits weit über 1,6 Millionen mal aufgerufen. Geht es so weiter, bricht Loredana neue Rekorde. Das hat noch keine Schweizer Sängerin vor ihr geschafft. Und der Text hat es in sich: Im Refrain «verdoppel-doppel-doppelt» Loredana den Gewinn, später: «Mein Geld ist gut gebunkert, die Taschen sind voll, doch ich hab immer noch Hunger». Der neue Song wurde bereits vor dem Betrugsskandal aufgenommen – hat die Luzerner Gangster-Rapperin da schon geahnt, dass ihr plötzlicher Reichtum böse enden würde?

Sie eröffnete am 15. Juni 2018 einen Youtube-Kanal

Loredana wurde in Luzern geboren und wuchs als Kind albanischer Eltern aus dem Kosovo in Emmenbrücke auf. Sie hat neun ältere Geschwister. Bis zu ihrem 18. Geburtstag besass sie aufgrund der Dominanz ihrer Brüder keine Social-Media-Accounts. Ihre Karriere begann sie auf Instagram mit einem Lip-Sync-Video zu dem Track Habibi des französischen Rappers Maitre Gims. Unterstützung bei der Verbreitung ihrer Posts erhielt sie vor allem durch ihren damaligen Freund (und heutigen Ehemann), den kosovarischen Rapper Mozzik.

Anschliessend veröffentlichte sie vor allem Selfies, die sie mit ihren verschiedenen Outfits zeigen. So gewann sie etwa 100 000 Abonnenten. Sie eröffnete am 15. Juni 2018 einen Youtube-Kanal und lud dort das Musikvideo zu ihrem Song Sonnenbrille hoch. Der Track erreichte innerhalb von 15 Tagen 13 Millionen Aufrufe und 200 000 Likes auf YouTube.

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