Frauenpower, Weltklasse und Herzblut: Die Knockout Fightnight Sursee zeigte, was Kampfsport heute bedeutet: Technik, Emotionen und starke Frauen wie Aline Seiberth, die sich weltweit einen Namen macht.
Am 13. September 2025 wurde die Stadthalle Sursee zum pulsierenden Zentrum des internationalen Kampfsports. Die Knockout Fightnight, organisiert von Thomas Hladky, vereinte Tradition und Moderne: Drei Elite-Kämpfer aus Thailand trafen auf drei Schweizer Spitzenathleten – und das Publikum erlebte einen Abend voller Spannung und Respekt.
Thailand trifft Schweiz – Technik auf höchstem Niveau
Die Kämpfer aus Bangkok, dem Ursprungsland des Muay Thai, demonstrierten eindrucksvoll, warum dieser Sport dort Nationalsport ist. Doch auch die Schweizer Athleten zeigten beeindruckende Technik und Kampfgeist – ein Duell auf Augenhöhe.
Frauenpower im Ring
Ein besonderer Moment war der Kampf der Baslerin Aline Seiberth gegen ihre italienische Gegnerin. Mit Präzision und Stärke setzte sie ein klares Zeichen für den Frauenkampfsport und wurde vom Publikum frenetisch gefeiert.



Aline Seiberth – Schweizer Thaiboxerin mit internationalem Format
Aline Seiberth gehört zu den wenigen Schweizerinnen, die sich weltweit im Thaiboxen behaupten. Seit zwei Jahren widmet sie sich dem Sport hauptberuflich und kämpft in Europa, China und bald auch in den USA. Ihr Auftritt im Channel 7 Stadium in Thailand – live im nationalen Fernsehen – war ein Meilenstein. „Drei Wochen später wurde ich in Verona von thailändischen Touristen erkannt – das war wunderschön“, erzählt sie.
Flexibilität ist ihr Erfolgsrezept: „Ich habe kein festes Ritual vor dem Kampf – ich muss überall funktionieren.“ Ihr letzter Kampf in der Schweiz fand in Sursee gegen Giada Lo Verso statt. „Ich wollte nicht nur gewinnen, sondern auch das Publikum begeistern.“ Am 18. Oktober kämpft sie in England um den Europa-Titel – aktuell liegt sie auf Rang 3 im Weltranking ihrer Gewichtsklasse.

Der Mann hinter dem Event – Thomas Hladky
Thomas Hladky ist eine prägende Figur der Schweizer Kampfsportszene. Als ehemaliger Profi-Kämpfer blickt er auf eine beeindruckende Karriere zurück: über 110 Kämpfe, zweifacher Weltmeister im Thaiboxen, zweifacher Europameister, sowie Veteran der Superleague und K1.
Sein Weg führte ihn von Deutschland nach Horw, wo er vor 26 Jahren das Kampfsportstudio seines Mentors Andi Hug übernahm. Heute ist er Inhaber von TKBC, dem grössten Kickboxanbieter der Schweiz mit vier Standorten und rund 800 Mitgliedern.
Hladky ist nicht nur Trainer, sondern auch Unternehmer, Veranstalter und Motivator. Seine Leidenschaft für den Sport, gepaart mit Disziplin und Ehrgeiz, prägt seine Arbeit bis heute. Er betont: „Kampfsport ist die fairste und intensivste Auseinandersetzung zwischen zwei Menschen.“
Neben dem Training liebt er gutes Essen und reist gerne – am liebsten dorthin, wo die Küche überzeugt.

Kampfsport für alle
Die Fightnight zeigte, wie vielseitig Kampfsport ist. Bei TKBC trainieren Menschen jeden Alters – ob zur Fitness, Selbstverteidigung oder mit Wettkampfambitionen. Thaiboxen ist ein Ganzkörpertraining mit kontrollierten Methoden und hoher Sicherheit.
Nach dem Erfolg der Knockout Fightnight plant Hladky bereits weitere Events. Luzern und Umgebung haben sich als Hotspot für hochklassigen Kampfsport etabliert. Die Veranstaltung war mehr als ein Sportevent – sie war ein kulturelles Erlebnis voller Leidenschaft und Respekt.

























