Der Zuger Energietechnologie-Konzern Landis+Gyr hat den Verkauf seines EMEA-Geschäftsbereichs an den Private-Equity-Investor Aurelius per 31. März 2026 abgeschlossen. Die Transaktion umfasst 215 Millionen US-Dollar und 2800 Mitarbeitende.
Der börsennotierte Stromzählerhersteller aus Zug vollzog damit eine bereits im September 2025 angekündigte strategische Neuausrichtung. Dabei umfasst das verkaufte Geschäft den kompletten Bereich Europa, Naher Osten und Afrika mit fünf Produktionsstandorten.
Der Verkauf beinhaltet das gesamte Zählerportfolio für Strom, Gas, Wärme und Wasser sowie die dazugehörigen Software- und Servicelösungen. Zudem erzielte der EMEA-Bereich im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 600 Millionen US-Dollar. Aurelius übernimmt dabei alle 2800 Mitarbeitende und die fünf Produktionsstandorte in der Region.
Landis+Gyr fokussiert auf Amerika und Asien-Pazifik
CEO Peter Mainz erklärte zur abgeschlossenen Transaktion: «Der Abschluss dieser Veräusserung markiert einen wichtigen Meilenstein in der strategischen Transformation von Landis+Gyr.» Folglich konzentriert sich das Zentralschweizer Unternehmen künftig vollständig auf Amerika und den Asien-Pazifik-Raum.
Der Verkaufserlös fliesst in das bereits im Oktober 2025 lancierte Aktienrückkaufprogramm von bis zu 175 Millionen US-Dollar. Landis+Gyr hat bereits 0,9 Prozent der eigenen Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 53,08 Franken zurückgekauft. Damit sollen die Aktionäre direkt vom Verkaufserlös profitieren.
Aurelius übernimmt kompletten EMEA-Bereich
Der Private-Equity-Investor Aurelius mit Hauptsitz in London und Luxemburg ist spezialisiert auf komplexe Transaktionen wie Carve-outs. Zudem beschäftigt das Unternehmen über 400 Mitarbeitende in neun Büros in Europa und Nordamerika. Insgesamt hat Aurelius bereits über 300 Transaktionen abgeschlossen.
Franz Woelfler, Partner bei Aurelius Investment Advisory, und Fabian Steger, Managing Director bei Aurelius, begleiten die Übernahme. Aurelius hat sich verpflichtet, das EMEA-Geschäft vollständig zu übernehmen und den Betrieb ohne Unterbrechungen fortzuführen. Ausserdem soll die interne Operations-Beratungseinheit Aurelius WaterRise bei der weiteren Entwicklung unterstützen.
Die Transaktion wurde bereits im September 2025 angekündigt und unterlag den üblichen regulatorischen Genehmigungen. Landis+Gyr ist an der SIX Swiss Exchange unter dem Kürzel LAND kotiert und hat seinen Hauptsitz in Cham.







