Die Luzerner Regierung hält an ihrer ablehnenden Haltung gegenüber Kopftuch tragenden Lehrerinnen fest. Zusätzliche kantonale Richtlinien will sie jedoch nicht erlassen und setzt stattdessen auf Gespräche mit den Gemeinden.

Ettiswil als Testfall
Seit Jahresbeginn unterrichtet in der Schule Ettiswil eine Frau mit Kopftuch, was die Diskussion um religiöse Neutralität im Bildungswesen neu anheizt. Der Fall zeigt, dass trotz der klaren Regierungsposition in der Praxis unterschiedliche Ansätze möglich sind.
SVP zeigt sich zufrieden
Die SVP begrüsst das Vorgehen der Regierung. Statt auf zusätzliche Vorschriften zu setzen, will die Regierung den direkten Dialog mit den Gemeinden suchen. Dieser Ansatz entspricht offenbar den Vorstellungen der Volkspartei, die sich für pragmatische Lösungen auf lokaler Ebene ausspricht.

