Mehr als 2’000 Paare heirateten im Jahr 2018 im Kanton Luzern standesamtlich. Mehr als drei Viertel der Frauen entschieden, fortan den Namen des Mannes zu führen. Während die Zahl der Heiraten pro 1’000 Einwohner/innen in den letzten Jahrzehnten eher abgenommen hat, ist jene der Scheidungen angestiegen.

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Kantonsweit wurden 2018 rund 700 Ehen geschieden. Gleichzeitig liessen 30 Paare ihre Partnerschaft eintragen und 6 eingetragene Partnerschaften wurden aufgelöst, wie LUSTAT Statistik Luzern mitteilt. 2018 gaben sich im Kanton Luzern 2’008 Paare das Ja-Wort. Dies sind 15 weniger als im Vorjahr (–0,7%). 78,4 Prozent der frisch vermählten Paare gingen zum ersten Mal eine Ehe ein. Am häufigsten feierten die Paare ihre Vermählung übrigens am Freitag, dem 18. Mai (53 Paare).

Zahl der Eheschliessungen ist gesunken

In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der Eheschliessungen pro 1’000 Einwohner/innen gesunken, besonders stark in den 90er-Jahren. Seit 2000 hat sich die Zahl auf tieferem Niveau bei durchschnittlich 5,1 Eheschliessungen eingependelt (2018: 4,9). Auch heiraten sowohl Frauen wie Männer heute tendenziell später als in früheren Jahren. Luzernerinnen heirateten 2018 erstmals mit durchschnittlich 30,0 Jahren; Luzerner mit 32,4 Jahren. 2018 liessen im Kanton Luzern 30 Paare ihre Partnerschaft eintragen – genau gleich viele wie im Vorjahr. Seit 2007 sind kantonsweit insgesamt 346 Partnerschaften eingetragen worden, wobei das bei Männerpartnerschaften mit 212 Paaren öfter der Fall war als bei Frauenpartnerschaften (134 Paare).

Eheschliessung und Namen

2018 nahmen im Kanton Luzern 3,1 Prozent der Männer im Zug der Eheschliessung den Namen der Partnerin an. Die grosse Mehrheit der Männer (95,4%) führte ihren bisherigen Namen jedoch auch nach der Hochzeit weiter. Bei den Frauen sieht die Verteilung anders aus: Während rund 20,6 Prozent der Frauen ihren bisherigen Namen über die Hochzeit hinaus behielten, nahmen 76,5 Prozent mit der Eheschliessung den Namen des Mannes an. Der Anteil der Frauen, die ausschliesslich ihren bisherigen Namen weiterführen, hat sich in den letzten 20 Jahren massiv erhöht (1,7% auf 20,6%). Dies hat unter anderem damit zu tun, dass nach der heutigen Gesetzgebung Doppelnamen nicht mehr erlaubt sind.