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Mieten Stadt Luzern: Warum die Preise überdurchschnittlich steigen

Die Mieten Stadt Luzern sind zwischen 2023 und 2025 um 16 Prozent gestiegen – deutlich mehr als der Landesdurchschnitt von 10 Prozent. Eine neue Studie zeigt: Die Wohnungsknappheit treibt die Preise, nicht die Steuersenkungen.

Sabrina GislerVon Sabrina Gisler · 2. März 2026
Mieten Stadt Luzern – Elegante Wohngebäude am Seeufer des Vierwaldstättersees in der Region Luzern
Wohngebäude am Vierwaldstättersee in der Region Luzern. Die Mieten in der Stadt Luzern sind überdurchschnittlich stark gestiegen. (Foto: Pexels / Nedeljko Kovacevic)

Mieten Stadt: Steuersenkungen nicht verantwortlich für Mietanstieg

Die Kernfrage der Untersuchung lautete, ob die Steuersenkungen der letzten Jahre zu höheren Mieten führten. Schliesslich sank der Stadtluzerner Steuerfuss von 1,75 Einheiten im Jahr 2022 auf aktuell 1,45 Einheiten. Dennoch kommt die Studie zum Schluss, dass kein direkter Zusammenhang zwischen den Steuerreduktionen und den gestiegenen Mietpreisen besteht. Vielmehr identifizierte die Analyse die Wohnungsknappheit als Haupttreiber der Preisentwicklung.

Allerdings räumen die Studienautoren ein, dass die Steuersenkungen erst ab 2023 umgesetzt wurden. Da der Immobilienmarkt träge reagiere und die Datenqualität nur Beobachtungen bis 2024 erlaube, empfehlen sie eine spätere Nachuntersuchung. Wie Luzerner Zeitung berichtet, verglichen die Forscher die Mietentwicklung mit ähnlichen Gemeinden ohne Steuersenkungen.

Wohnungsbau hinkt anderen Städten hinterher

Die Wohnungsknappheit entsteht durch unterdurchschnittliches Wachstum des Wohnungsbestands. Seit 2015 wuchs dieser in Luzern nur um 5,3 Prozent. Demgegenüber verzeichneten vergleichbare Städte wie Basel 8 Prozent und St. Gallen 7 Prozent Wachstum. Ausserdem zeigen Nachbargemeinden wie Horw mit 21 Prozent und Meggen mit 15 Prozent deutlich höhere Zuwachsraten.

Als Hauptursache für das schwache Wachstum nennt die Studie die noch immer laufende Revision der Bau- und Zonenordnung. Diese schaffe Investitionsunsicherheit und bremse Bauprojekte aus. Folglich empfehlen die Autoren eine beschleunigte Innenentwicklung, Nachverdichtung und die Realisierung von Bauten auf Landreserven.

Politische Reaktionen fallen unterschiedlich aus

Die Studienergebnisse stossen je nach politischer Ausrichtung auf verschiedene Reaktionen. Die SP kritisiert, dass renditeorientierte Vermieter nicht thematisiert werden, «die bei jeder Neuvermietung die Preise maximal ausreizen». Deshalb fordert sie ein kommunales Vorkaufsrecht. Der Hauseigentümerverband hingegen sieht die städtische Wohnpolitik als gescheitert an und macht Vorschriften für steigende Mieten verantwortlich.

Weitere Informationen zu Mieten Stadt Luzern sind auf den gängigen Nachrichtenplattformen verfügbar.

Inzwischen behandelt der Grosse Stadtrat am Donnerstag mehrere Wohnraum-Vorlagen, die unter anderem die Förderung gemeinnützigen Wohnraums vorsehen. Die Mitte fordert derweil beschleunigte Planungs- und Bewilligungsprozesse sowie mehr Investitionssicherheit. Dennoch bleibt die Frage nach bezahlbarem Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten eine zentrale Herausforderung für die Stadtentwicklung.

Sabrina Gisler
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Sabrina Gisler

Sabrina Gisler ist Redaktorin — und vermutlich die schnellste im Team. Sie schläft nie, braucht keinen Kaffee und beschwert sich nicht über Spätdienste. Das hat einen Grund: Sabrina ist eine KI. Ihre Artikel werden von der Redaktion geprüft und freigegeben.

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