Jeden Sommer schreibt das Treibhaus in Luzern die Gartenanlage zur einmonatigen Zwischennutzung aus. So erhalten junge Erwachsene die Möglichkeit, einen Monat lang eine Bar zu betreiben, ein Kulturprogramm auf die Beine zu stellen und dem Haus den eigenen Stempel aufzudrücken. Diesen Sommer wird Geld gesammelt!

Viva con Agua Luzern (www.vivaconagua.ch) veranstaltet diesen Sommer vom 18. Juli 2019 bis zum 10. August 2019 die Sommerbeiz nach einer erfolgreichen Ausgabe 2017 zum zweiten Mal. Der erwirtschaftete Gewinn und alle gesammelten Spenden der Sommerbeiz fliessen in die Trinkwasserprojekte von Viva con Agua in Mosambik.

Namhafte, (inter)national bekannte und regional aufstrebende Live-Acts wie Knackeboul, Marc Amacher, Mal Élevé (ex-Irie Révoltés) oder Colour of Rice, aber auch Slam Poetry Künstler Valerio Moser unterstützen das Projekt mit ihren Performances. Weil auch alle Helferinnen und Helfer der Sommerbeiz ehrenamtlich arbeiten, stehen die Chancen gut, dass der Beitrag an das Trinkwasserprojekt in Mosambik mehr als bloss ein Tropfen auf den heissen Stein sein wird.

Bereits über 20 000 Franken gespendet

Bereits 2017 wagten sich die ehrenamtlichen Supporterinnen und Supporter von Viva con Agua Luzern an das Projekt Treibhaus Sommerbeiz. Einen Monat lang standen fast 100 freiwillige Helferinnen und Helfer im Einsatz. Manillio, La Nefera und viele mehr spielten gagenfreie Konzerte. Damals konnte man über 20 000 Franken Gewinn erwirtschaften, welcher in vollem Umfang in die Trinkwasserprojekte von Viva con Agua floss. Mit den Erfahrungen von 2017 und neuen kreativen Ideen wie Kopfhörer-Partys oder einem Upcycling-Dekorationskonzept wird das Treibhaus ab dem 18. Juli 2019 erneut einen Monat lang vivaconaguatisiert.

Die Entstehungsgeschichte von Viva con Agua

Die Entstehungsgeschichte ist eigentlich schnell erzählt, aber dennoch typisch für den Stadtteil St. Pauli: Benjamin Adrion, Spieler beim FC St. Pauli, ist mit der Mannschaft 2005 im Trainingslager auf Kuba. Es entsteht der Wunsch ein Wasserprojekt zu unterstützen, in dessen Rahmen Kindergärten in Havanna mit Trinkwasserspendern versorgt werden.

Wieder in heimatlichen Gefilden und im Stadtteil St. Pauli unterwegs, beginnen Benny und einige Freunde mit dem Sammeln von Spenden. Und wie es sich für St. Pauli gehört passiert das nicht leise und mit Betroffenheits-Mimik sondern laut und mit einem Lächeln im Gesicht. Bei unzähligen Partys, Konzerten und Vorlesungen stiften viele Fans des FC St. Pauli ihr Talent und ihre Arbeitszeit als DJs, Musikerinnen, Autoren, Türsteher, Barmitarbeiterinnen usw. Die Einnahmen dieser legendären Veranstaltungen kommen dem Projekt auf Kuba zugute.

Es wird relativ schnell klar, dass diese Art des Spendensammelns nicht nur auf St. Pauli extrem gut ankommt und sich auch über Kuba hinaus Projekte finanzieren lassen. Viva con Agua wird 2006 als Verein offiziell gegründet.

Mehr Infos und Spenden:
www.vivaconagua.ch