Am kommenden Sonntag, 1. Dezember, zieht der Hofsamichlaus um 17 Uhr aus der Luzerner Hofkirche aus. 40 Zwerge, Ministranten, Diakone und Schmutzli begleiten ihn. Auf der grossen Kirchentreppe richtet er sein Grusswort an Gross und Klein. Für den stimmungsvollen Rahmen sorgen die Posaunenklänge der Herolde und die Kulisse mit Hofkirche und Stiftshäusern.
Mit dem fünften Schlag der Hofkirchenglocke öffnen sich die schweren Kirchentüren und der Samichlaus zieht mit rund vierzig Herolden, Zwergen, Ministranten, Diakonen und Schmutzli aus der Kirche aus. Die hell erleuchteten Kirchtürme und die historischen Stiftshäuser bilden eine würdige Kulisse. Auch dieses Jahr hat der Samichlaus für Gross und Klein eine Weihnachtsgeschichte vorbereitet, angereichert mit einigen Gedanken zur Adventszeit. Damit zaubert er ein helles Licht in die Herzen der Besucherinnen und Besucher.

Der Samichlaus erinnert an das grossartige Wirken des Bischofs Nikolaus von Mira. Aus Überlieferungen ist zu lesen, dass der heilige Mann vor vielen hundert Jahren durch milde Gaben viel zur Überlebenshilfe der Armen und Verstossenen beigetragen hat. Besonders soll er sich um die hungrigen Kinder gekümmert haben.
Der Hofsamichlaus ist eine der ältesten Samichlausgruppen in der Region Luzern und ist im 116. Jahr noch immer rüstig unterwegs. Zeitungsartikel des «Vaterlands» und des «Tagblatts» aus dem Jahr 1908 zeugen von den ersten Schritten. Alle Kleider der Samichlausgruppe sind von Vereinsmitgliedern selber entworfen und genäht worden. Über 100 Jugendliche und Erwachsene helfen beim Hofsamichlaus mit und sorgen dafür, dass es dem Samichlaus während seines Aufenthalts im Rothenburgerhaus wohl ist und er sich auf seine Besuche gut vorbereiten kann.
Sie freuen sich auf den Auszug aus der Hofkirche und die Besuchsabende in den über 100 Familien in den Quartieren Altstadt, Hochwacht, Luegisland, Bellerive-Halde-Lützelmatt, Oberlöchli und Dreilinden. Der Hofsamichlaus besucht auch die ältere Generation in den Wohnheimen Viva Wesemlin, Dreilinden und Rosenberg sowie mehrere Kitas und Firmenanlässe.







