Der Stadtrat folgt der Empfehlung des kantonalen Denkmalschutzes: Die längst baufällige Steganlage vis-à-vis des legendären Musikpavillons wird bis Ende 2019 Jahr fachgerecht saniert. Der Steg steht anschliessend der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung. Der Crêpes-Verkaufsstand muss den Betrieb einstellen.

Bereits im Jahr 1892 wurde die Steganlage «Landesteg 10» als Ersatz für einen Holzsteg vis-à-vis des Musikpavillons am Schweizerhofquai erbaut. Allen Luzernerinnen und Luzernern bekannt ist, dass der Steg in den letzten Jahren hauptsächlich durch einen Crêpier genutzt wurde. Konzessionierte Schiffe fahren den Steg seit Langem nicht mehr an. Zudem ist der Steg seit Februar 2018 aus Sicherheitsgründen zum See hin mit einem Zaun abgesperrt.

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Bis vor Kurzem ging die Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) davon aus, dass ihr der Steg gehört. Im Rahmen von Abklärungen zur aufgrund des schlechten Zustandes notwendigen Sanierung hat sich jedoch gezeigt, dass der Steg im Besitz der Stadt ist und damit die Verantwortung für die Sanierung auch bei der Stadt liegt. Die Stadt hat deshalb Untersuchungen eingeleitet, wie der Steg saniert werden kann oder ob ein Rückbau angestrebt werden soll. Als wichtige Entscheidungshilfe wurden auch die Stellungnahme der Denkmalpflege sowie ein Gutachten, dass die Denkmalpflege erstellen liess, eingeholt.

Eisenkonstruktion von der Maschinenfabrik Bell

Gemäss Gutachten handelt es sich beim Steg um eine Eisenkonstruktion von der Maschinenfabrik Bell aus dem Jahr 1892. Diese gehört am Vierwaldstättersee zu einer der wenigen original noch erhaltenen Konstruktion dieser Art. Dem Steg kommt gemäss Denkmalpflege unter anderem deshalb «ein bedeutender Denkmalwert als wichtiger ortsbaulicher sowie verkehrs-, wirtschafts-, kultur- und tourismusgeschichtlicher Bauzeuge der «Belle Époque» zu. Aus denkmalpflegerischer Sicht soll der Steg unbedingt renoviert werden.

Kosten werden auf rund 300 000 Franken geschätzt.

Der Stadtrat folgt der Empfehlung der kantonalen Denkmalpflege. Die Arbeiten sollen noch dieses Jahr durchgeführt werden, sodass der Steg möglichst bald, ansehnlich renoviert und ohne Zaunabsperrung, für die Öffentlichkeit frei gegeben werden kann. Die Kosten werden auf etwa 300 000 Franken geschätzt. Der Steg wird so saniert, dass ein Ausbau für eine allfällige Nutzung durch Schifffahrtsbetriebe später jederzeit möglich ist – stets unter Einhaltung der denkmalpflegerischen Aspekte.

Schluss mit Crêpes-Verkaufsstand

Die aktuelle, befristete Nutzungsbewilligung für den Crêpes-Verkaufsstand wird im Hinblick auf den Beginn der Bauarbeiten per Ende September 2019 aufgehoben.