Die Organisation Dignitas verzeichnete 2025 eine wachsende gesellschaftliche Bedeutung der Sterbehilfe. Sowohl die internationale Nachfrage als auch die Komplexität der Fälle nahmen merklich zu.
Sterbehilfe Dignitas: Mitgliederentwicklung zeigt wachsende Akzeptanz
Die Mitgliederzahlen von Dignitas Deutschland stiegen kontinuierlich auf 4.418 Personen an. Allerdings verzeichneten andere deutsche Organisationen wie der Verein Sterbehilfe einen noch stärkeren Zuwachs von 664 auf 6.427 Mitglieder zwischen 2020 und 2025. Dennoch verringerten sich die Zuwachsraten bei allen Organisationen nach 2022 kontinuierlich.
Die Deutsche Gesellschaft Humanes Sterben führt mit 59.395 Mitgliedern die Statistik an. Insgesamt spiegelt die Mitgliederentwicklung eine wachsende gesellschaftliche Akzeptanz der Freitodbegleitung wider. Dabei unterstützen die meisten Mitglieder nicht primär die Sterbehilfe bei Dignitas, sondern die breitgefächerte Vereinstätigkeit.
Komplexere Krankheitsbilder fordern Organisation
Die Anfragen nach assistiertem Suizid aus verschiedenen Ländern steigen stetig an. Besonders auffällig ist der Anstieg bei Menschen mit komplexen klinischen Bedingungen wie ME/CFS oder multiplen chronischen Erkrankungen. Diese sogenannten Komorbiditäten beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen erheblich.
Inzwischen erfordert die vorläufige Untersuchung und Erstellung robuster medizinischer Dossiers mehr Zeit und Ressourcen. Schweizer Ärzte müssen diese komplexeren Fälle sorgfältiger beurteilen. Folglich steigt auch der Beratungsaufwand für die betroffenen Personen merklich an.
Finanzierung und internationale Perspektiven
Dignitas finanziert seine Tätigkeiten grösstenteils durch Mitgliederbeiträge von derzeit 14.996 Vereinsmitgliedern. Der Jahres-Mindestbeitrag beträgt 80 Schweizer Franken, während für eine Freitodbegleitung 2.500 Franken anfallen. Ausserdem erhielt der Verein 2024 Spenden und Legate in Höhe von 1.067.085 Schweizer Franken.
Die Organisation investierte zudem 145.953 Schweizer Franken in die internationale Rechtsfortentwicklung. Dennoch bleibt das Ziel bestehen, dass niemand in die Schweiz reisen muss, um sein Recht auf Selbstbestimmung über das eigene Lebensende auszuüben. Derweil führte Dignitas 2024 insgesamt 280 ärztlich unterstützte Freitodbegleitungen durch und beschäftigte 37 Teilzeitmitarbeitende.







