Golfstar Tiger Woods wurde am Freitag nach einem Autounfall in Florida festgenommen und acht Stunden lang festgehalten. Der 50-Jährige zeigte laut Polizei Anzeichen einer Beeinträchtigung, verweigerte jedoch einen Urintest.
Laut Sheriff John Budensiek versuchte Woods kurz nach 14 Uhr Ortszeit mit seinem schwarzen Land Rover einen Reinigungslastwagen zu überholen. Dabei streifte er das Heck des Fahrzeugs, woraufhin sein Geländewagen auf die Fahrerseite kippte. Woods konnte eigenständig durch die Beifahrertür herausklettern und blieb unverletzt. Dennoch zeigten sich vor Ort Anzeichen einer Beeinträchtigung, was zur Tiger Woods Festnahme wegen Trunkenheit am Steuer führte.
Verweigerung des Urintests nach Tiger Woods Festnahme
Die Polizeibeamten führten verschiedene Tests durch, um Woods‘ Zustand zu überprüfen. Einen Atemalkoholtest bestand der Golfstar problemlos – Alkohol war nicht im Spiel. Allerdings verweigerte er eine Urinprobe, was zusätzliche Anklagen zur Folge hatte. «Als wir ihn dann zu einer Urinprobe aufforderten, verweigerte er diese», erklärte Sheriff Budensiek während einer Pressekonferenz.
Experten für Drogenerkennung, die Woods am Unfallort untersuchten, beschrieben den ehemaligen Majorsieger als «lethargisch». Sie gingen davon aus, dass er unter dem Einfluss von Medikamenten oder anderen Substanzen stand. Folglich wurde Woods wegen Trunkenheit am Steuer, Sachbeschädigung und der Verweigerung eines rechtmässigen Tests angeklagt.
Wiederholte Vorfälle belasten Woods‘ Karriere
Dieser Zwischenfall reiht sich in eine Serie problematischer Ereignisse ein. Bereits 2021 erlitt Woods bei einem schweren Unfall in Kalifornien multiple Beinverletzungen, als sein Fahrzeug bei Tempo 140 mehrfach überschlug. Damals war überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache. Zudem fand die Polizei Woods 2017 schlafend am Steuer seines beschädigten Mercedes.
Der 15-malige Majorsieger kämpft seit Jahren mit gesundheitlichen Problemen. Nach einer Bandscheiben-Operation im Oktober vergangenen Jahres – bereits sein siebter Rückeneingriff – riss im März 2025 zusätzlich seine Achillessehne. Wie Luzerner Zeitung berichtet, bestritt Woods seit den British Open im Sommer 2024 kein Turnier mehr.
Dennoch hatte Woods zuletzt beim Indoor-Liga TGL sein Comeback gegeben. Eine Teilnahme am Masters-Turnier ab 9. April in Georgia schloss er nicht kategorisch aus. Allerdings dürfte der aktuelle Vorfall seine Rückkehrpläne erheblich beeinträchtigen. Zahlreiche Fans und Medienvertreter verfolgten am Freitagabend seine Freilassung aus dem Gefängnis, während Woods einmal mehr abseits des Golfplatzes für Aufsehen sorgte.







