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Luzern

Tribschen Badi: Sanierung und Aufwertung

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Das Strandbad Tribschen soll während der Wintersaison 2023/2024 erneuert werden. Geplant ist, die Gebäude zu sanieren, die technischen Installationen zu erneuern und die Umgebung aufzuwerten.

Ziel ist auch, den Aussenraum im Winter besser zugänglich zu machen. Für die Ausführung der Sanierung und Aufwertung des Strandbades Tribschen beantragt der Stadtrat beim Grossen Stadtrat einen Sonderkredit von 6,24 Mio. Franken. Das Parlament wird voraussichtlich am 9. Februar 2023 über den Kredit entscheiden.

Das Strandbad Tribschen wurde 1967 erbaut

Die Anlage gehört der Stadt Luzern und wird von der Hallenbad Luzern AG betrieben. In den Monaten Mai bis September ist der Zugang zum Strandbad zahlenden Gästen vorbehalten. Während der restlichen Monate ist das Areal offen und frei zugänglich. Das Strandbad Tribschen ist aufgrund der einmaligen Lage ein beliebtes Familienbad. Der traditionelle Seebadbetrieb mit separatem Kinderplanschbecken ist über das Quartier hinaus bekannt und zählt pro Jahr durchschnittlich 34’000 Eintritte. Im Hitzesommer 2022 wurden mehr als 41’000 Eintritte verkauft.

Äusserlich zeigt sich die Anlage seit der Inbetriebnahme praktisch unverändert. Über die Jahrzehnte wurden bei den Gebäuden zwar innen räumliche Anpassungen vorgenommen und Unterhaltsarbeiten getätigt. Die Anlage befindet sich baulich aber in schlechtem Zustand. Insbesondere der Innenausbau, Betriebseinrichtungen und die Technik stehen am Ende ihres Lebenszyklus.

Die Anlage entspricht nicht mehr den heutigen betrieblichen Anforderungen und Kundenbedürfnissen. Die Gastronomieinfrastruktur lässt keinen effizienten Betrieb zu, was neben der engen Ein- und Ausgangssituation zu langen Wartezeiten bei den Gästen führt. Daneben bestehen verschiedene Defizite im Aussenraum. Unter anderem muss der Badestrand saniert werden.

Gebäude sanieren

Für die Erarbeitung des Bauprojektes wurde eine Umfrage bei den Kundinnen und Kunden gemacht, um die Bedürfnisse der Gäste in Erfahrung zu bringen. Zudem wurden Partizipationsveranstaltungen mit Kindern des Kinder- und Jugendparlaments und mit Kindern aus dem Quartier durchgeführt. Die Anliegen und Hinweise aus den Veranstaltungen konnten weitgehend berücksichtigt werden. Vorgesehen ist, das Betriebsgebäude und das Garderobengebäude zu sanieren und die Räume so anzupassen, dass die Betriebsabläufe verbessert werden können.

Auf den Dächern des Betriebs- und des Garderobengebäudes sowie an Teilen der Fassaden des Garderobengebäudes werden Photovoltaikmodule installiert. Die Flachdächer werden im Sinne der Klimaziele und unter Berücksichtigung der Photovoltaikanlagen begrünt. Die Badewassertechnik für das Kinderplanschbecken muss erneuert werden. Zudem wird das Bademeisterhaus in der Nähe des Strandes rückgebaut und durch ein neues Gebäude mit Gastronomieverkaufsstelle und Toiletten ersetzt.

Aussenraum aufwerten

Mit der Sanierung werden die Eingangssituation und die Notfallzufahrt verbessert. Das Angebot an Veloparkplätzen wird erhöht. Geplant ist, den Badestrand zu sanieren und aufzuwerten sowie den Kinderspielplatz und den Planschbereich um rund 280 Quadratmeter zu vergrössern. Die Beachvolleyball-Anlage wird ebenfalls vergrössert und zu einer Beachsport-Anlage mit dem ersten Spielfeld für Beachsoccer auf Stadtgebiet umgestaltet. Zudem entstehen neue Aufenthaltsflächen für Boule-Spiel, Tischtennis und Veranstaltungen.

Die ökologischen Flächen für Fauna und Flora werden gesichert und vergrössert. Rund 743 Quadratmeter Asphaltfläche werden entsiegelt. Zwei zusätzliche Wintereingänge und Anpassungen bei der Wegführung sollen den Zugang verbessern und die Durchquerung des Areals ausserhalb der Badesaison ermöglichen. Hinzu kommt eine abfall- und altlastenrechtliche Sanierung. Bei Untersuchungen des Baugrundes im April 2022 wurden Schadstoffe festgestellt, die aus einem ehemaligen Deponiekörper stammen. Dort, wo neu gebaut wird, muss der Untergrund deshalb saniert werden.

Hohe Aufenthaltsqualität

Für die Sanierung und Aufwertung des Strandbades Tribschen beantragt der Stadtrat, einen Sonderkredit von 6,24 Mio. Franken. Das Parlament wird voraussichtlich am 9. Februar 2023 über den Kredit entscheiden. Der Stadtrat ist überzeugt, dass den Badegästen mit der Sanierung ein attraktives Strandbad mit einer hohen Aufenthaltsqualität, dem Betreiber eine zeitgemässe Infrastruktur und der Bevölkerung einen im Winter besseren Zugang zum Areal geboten werden kann.

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