Die 13. Swiss Music Awards fanden gestern Abend im KKL Luzern statt – jedoch mit reduzierter Gästeanzahl!

Eine souveräne Hazel Brugger führte durch die Show – gewohnt klug, schlagfertig und scharfsinnig – und wurde ihrem Ruf als «böseste Frau der Schweiz» gerecht. Sie stellte sich als eine Art Greta Thunberg der deutschsprachigen Stand Up Comedy vor, «nur mit etwas weniger Erfolg, aber dafür mit mehr Sex.» Bild: SMA.

Der wichtigste Schweizer Musikpreis fand mit reduziertem Publikum statt und die Auflagen des Bundesrates und der kantonalen Behörden wurden dabei gemäss Angaben des Veranstalters «voll umgänglich erfüllt». Gäste und Mitwirkende, die sich in den letzten 20 Tagen in den Risikogebieten China, Südkorea, Norditalien, Iran und Singapur aufgehalten haben, durften an der Veranstaltung nicht teilnehmen. Das SMA Live präsentiert: 20 Minuten Showcase mit Seven musste leider für das öffentliche Publikum abgesagt werden.

Luca Hänni: Dank per Videobotschaft

Nach sieben Jahren, in denen sich Luca Hänni nach eigenen Angaben gewünscht hat, für einen Swiss Music Award nominiert zu werden und auch einen zu gewinnen, war es dieses Jahr endlich soweit. Er gewann den Award in der Kategorie Best Male Act – ausgerechnet an dem Abend, an dem der Berner Sänger als Teilnehmer der Sendung «Let’s Dance» in Köln weilte. Er bedankte sich via Videobotschaft.

Als Best Female Act wurde Stefanie Heinzmann, als Best Live Act die Band Hecht, als Best Group und für das Best Album Patent Ochsner ausgezeichnet. Letztere wurden live aus Zofingen zugeschaltet, wo sie mitten im Konzert mit den Pflastersteinen überrascht wurden. Auf die Frage, was seine Band für ihn bedeute, sagte Frontmann Büne Huber gerührt: «Sie ist meine Heimat, das sind meine Freunde, das ist meine Familie». Latino-Sänger Loco Escrito schrieb Schweizer Geschichte. Er gewann zum zweiten Mal in Folge den Awards für den Best Hit («Puntro»). Und plädierte für «mehr Herz, Verstand und Seele».

Stephan Eicher kritisierte den Preis

«Ich nehme den Preis gerne an und werde sicher Merci sagen», sagte Stephan Eicher gegenüber «Nau». Er wurde gestern Abend mit dem Outstanding Achievement Award im Kultur- und Kongresszentrum Luzern ausgezeichnet. Eicher kann sich jedoch nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass Musik wie eine Sportart funktionieren soll. «Ich finde es eine dumme Idee, dass man sie hierarchiert wie einen Wettbewerb», sagt er. «Das ist nicht der Grund, warum ich Musik mache.» Im Weiteren sei der Preis von der Plattenindustrie finanziert. Der gegenüber habe er sowieso «nicht so eine gute Haltung».

Wegen Coronavirus: Öffentliche wie auch private Grossveranstaltungen von über 1000 Menschen sind ab sofort verboten. Bild: Pixabay.

Bundesrat verbietet Grossveranstaltungen

Der Bundesrat hat die Führung in der Bewältigung der Coronavirus-Krise übernommen. Öffentliche wie auch private Grossveranstaltungen von über 1000 Menschen sind ab sofort verboten im Sinne einer präventiven Massnahme. Das Verbot gilt mindestens bis zum 15. März. Konzerte im Hallenstadion, die Basler Fasnacht, Fussball: Diese Veranstaltungen müssen wegen des Corona-Virus abgesagt werden.