Ein 74-jähriger Autofahrer hat sich am Mittwochmorgen bei einem missglückten Überholmanöver auf der Brünigstrasse bei Kaiserstuhl überschlagen. Das Fahrzeug kam auf dem Dach zum Stillstand, beide Insassen blieben unverletzt.

Der Unfall ereignete sich am Mittwochmorgen im Bereich Chapf bei Kaiserstuhl. Der 74-jährige Lenker fuhr mit seiner Mitfahrerin in Richtung Brünig und wollte ein vorausfahrendes Fahrzeug überholen. Wegen nicht angepasster Geschwindigkeit verlor er während des Überholvorgangs die Kontrolle über sein Auto.
Das Fahrzeug kollidierte zunächst mit der linksseitigen Wand, überschlug sich anschliessend und blieb kopfüber auf der Fahrbahn liegen. Trotz des spektakulären Unfalls blieben beide Fahrzeuginsassen unverletzt, wie die Kantonspolizei Obwalden auf Facebook mitteilte.
Überholmanöver Brünigstrasse: Stundenlange Verkehrsbehinderungen nach Überholmanöver
Der Unfall auf der Brünigstrasse hatte erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr. Die wichtige Verbindungsstrasse zwischen Obwalden und dem Berner Oberland war für etwa eineinhalb Stunden nur einspurig befahrbar. Dabei entstanden erhebliche Rückstaus in beide Fahrtrichtungen.
Die Brünigstrasse gilt als eine der wichtigsten Transitrouten zwischen der Zentralschweiz und dem Berner Oberland. Unfälle wie dieser führen regelmässig zu längeren Verkehrsbehinderungen, da Ausweichrouten nur begrenzt zur Verfügung stehen. Der entstandene Sachschaden am Fahrzeug wird als hoch eingestuft.
Häufige Unfälle bei Überholmanövern
Überholmanöver auf Bergstrassen bergen besondere Risiken. Die kurvenreiche Streckenführung der Brünigstrasse erfordert von Autofahrern erhöhte Aufmerksamkeit und angepasste Geschwindigkeit. Bereits im April 2025 ereignete sich ein schwerer Unfall mit sechs Verletzten auf derselben Strecke zwischen Kaiserstuhl und Lungern.
Damals geriet ein ebenfalls 74-jähriger Fahrer auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit zwei entgegenkommenden Fahrzeugen. Die Polizei appelliert regelmässig an Autofahrer, bei Überholmanövern besondere Vorsicht walten zu lassen und nur bei ausreichender Sicht zu überholen.
Der aktuelle Unfall zeigt erneut die Gefahren von riskanten Überholmanövern auf Bergstrassen auf. Die Kantonspolizei Obwalden führt regelmässig Geschwindigkeitskontrollen auf der stark befahrenen Strecke durch, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

