Ausländische Investoren haben 2025 einen Rekord von 104 Schweizer KMU übernommen. Der Verkauf Schweizer KMU an internationale Käufer stieg damit um 16 Prozent, wobei über 80 Prozent der Investoren aus Europa stammen. Besonders Private Equity trieb diese Entwicklung stark an.
Private Equity befeuert Verkauf Schweizer KMU
Die Gesamtzahl der Fusionen und Übernahmen kletterte um 16 Prozent auf 208 Transaktionen. Dabei spielten Beteiligungsgesellschaften eine entscheidende Rolle: Sie beteiligten sich an 116 der 208 Übernahmen, was einer Zunahme von 45 Prozent entspricht. Besonders beim Verkauf Schweizer KMU an ausländische Investoren zeigten sich Private Equity-Firmen aktiv – ihre Beteiligung stieg um beeindruckende 156 Prozent.
Zudem dominierten europäische Käufer den Markt. Über 80 Prozent der ausländischen Investoren stammten aus Europa, während US-amerikanische Käufe deutlich einbrachen. «Internationale Investoren suchen gezielt nach resilienten Unternehmen und innovativen Produkten mit langfristigem Wachstumspotenzial», erklärt Kristina Faddoul von Deloitte Schweiz.
IT-Sektor treibt Übernahmen voran
Als Haupttreiber des Wachstums identifizierte die Studie den IT- und Software-Sektor. Dieser allein war für gut die Hälfte des Gesamtanstiegs verantwortlich. Dennoch blieben auch inländische Transaktionen nicht zurück: Die Zahl der Übernahmen zwischen Schweizer KMUs stieg um 10 Prozent auf 53.
Derweil agierten Schweizer Unternehmen bei Auslandsübernahmen deutlich zurückhaltender als in den Vorjahren. Inzwischen hat sich das Verhältnis umgekehrt – mehr Schweizer Firmen werden verkauft als gekauft. Wie Luzerner Zeitung berichtet, sehen Experten diese Entwicklung als Ausdruck der hohen Attraktivität Schweizer Unternehmen.
Optimistische Aussichten für 2026
Für die nahe Zukunft erwarten Analysten eine weitere Belebung der M&A-Aktivitäten. Ein tiefes Zinsumfeld, reichlich Investitionskapital bei Private Equity und verstärkte innereuropäische Investitionen sprechen für noch mehr Transaktionen. Allerdings bleiben geopolitische Risiken und Handelsbarrieren grosse Unsicherheitsfaktoren.
Folglich geniessen Schweizer KMU weiterhin einen ausgezeichneten Ruf bei internationalen Investoren. Ihre Reputation für Qualität, Innovation und Stabilität macht sie auch 2026 zu attraktiven Partnern oder Kaufzielen auf dem globalen M&A-Markt.







