Nach einem Spaziergang durch den Wald fühlt sich der Mensch erfrischt und erholt. Das ist sowohl Städtern, die wenig Zeit in der Natur verbringen, als auch Naturfreunden mit viel Zeit im Grünen bewusst. «Natur tut gut» ist ein allseits bekanntes Phänomen, auf dem jetzt auch eine neue Art der Wellnesstherapie basiert: Waldbaden stammt aus Japan, wo es unter dem Namen Shinrin Yoku seit den 80er Jahren anerkannter Teil der Medizin ist und als Entspannungs- sowie Stressbewältigungsmethode praktiziert wird.

Bereits zahlreiche Studien konnten die positive Wirkung des Waldbadens für Körper und Geist nachweisen. Auch im Luzerner Wald wird die neue Art der Wellness in der Natur angeboten, um den Schweizern und Schweizerinnen beim Entschleunigen und Entspannen im Grünen zu unterstützen.

Was ist Waldbaden?

Beim Waldbaden tauchen die Menschen mit allen Sinnen in die Tiefen des Waldes ein. Durch das Praktizieren von Achtsamkeit werden beim langsamen Schreiten durch den Wald alle Facetten der Natur wahrgenommen: Von den saftigen Farben der Blätter über die idyllischen Geräusche der im Wind wehenden Baumkronen bis hin zu den angenehmen Gerüchen von feuchtem Moos und dem weichen Gefühl des Laubs unter den Füssen. Der Wald wird mit allen Sinnen erlebt.

Ziel des Waldbadens ist es, zu entschleunigen und zu entspannen sowie achtsamer zu leben. Studien konnten bereits die positiven Wirkungen des Waldbadens nachweisen. So soll der Wald eine heilende Atmosphäre haben, die unter anderem durch sogenannte Terpene, organische Verbindungen, die Teil der pflanzlichen Kommunikation und in unter anderem Blättern, Rinden und Blüten enthalten sind, bewirkt wird. Diese sollen sich positiv auf das Immunsystem auswirken und die Zahl der Killerzellen im Körper erhöhen. Gleichermassen beeinflusst die natürliche Umgebung die natürliche Stressbewältigung positiv, senkt den Blutdruck sowie die Herzfrequenz und reduziert Stresshormone. Auch die ätherischen Öle, heilende Duftstoffe, die von Bäumen verströmt werden, spielen hier eine Rolle, die durch Atmung und Hautporen aufgenommen werden. Nach dem Waldbaden fühlen sich die Menschen eindeutig entspannter und gestärkt, sie verspüren Klarheit und neugewonnene Frische sowie eine allgemein verbesserte Ausgeglichenheit.

Die Möglichkeiten in Luzern

Auch in Luzern ist die Wellnesstherapie aus Japan bereits angekommen. Der Luzerner Wald bietet mit seinen 40‘000 Hektaren eine geeignete Oase für alle, die sich dem Waldbaden einmal versuchen möchten. Luzern ist sich der hohen Bedeutung des Waldes sowohl für die Umwelt als auch für die Menschen bewusst, so wurden durch Bund und Kantone an der Forstmesse in Luzern im vergangenen Jahr Massnahmen vorgestellt, die die Erhaltung des Waldes unterstützen sollen. Durch sie sollen die über 25‘000 Tier- und Pflanzenarten, die im und vom heimischen Luzerner Wald leben, geschützt und gefördert werden.

Die Luzerner Bevölkerung hält sich gerne im Wald auf, ob zu einem entspannten Spaziergang oder auch für aktive Jogger und Fahrradfahrer ist der Wald eine bevorzugte Stätte für Erholung und Sport. Die Trainerin für Stressmanagement und Entspannungsverfahren Ines Neubauer ist in Luzern als Kursleiterin für Waldbaden tätig und offeriert diverse Programme. Vom Halbtagesprogramm und Schnupperkurs bis hin zum mehrtägigen Retreat werden diverse Möglichkeiten angeboten, um unter professioneller Leitung in die heilende Wirkung des Waldes einzutauchen. Hierzu treffen sich Teilnehmer unter anderem im Gütschwald Luzern oder im Meggerwald.

Die Liebe zum Wald

Während es sich beim Waldbaden in der Schweiz aktuell noch um ein neues Phänomen im Bereich der Wellness handelt, ist die Liebe zum Wald bei den Schweizern bereits seit jeher verankert. So trägt das grüne Dickicht bereits an diversen Stellen des Alltags eine Rolle und ist nicht nur Teil der Natur, sondern auch der modernen Popkultur. Beispielsweise wurden bereits diverse Bücher über die Liebe zum Wald geschrieben, wie etwa Simon Albens 111 Gründe, den Wald zu lieben oder das Buch Das geheime Leben der Bäume von Peter Wohlleben, das es sogar zum Bestseller schaffte. Auch im Film ist der Wald vertreten, so wird er im amerikanischen Horrorstreifen Forest als besonders gruseliger Ort dargestellt, während der Baum der Seelen im Wald von Pandora im Blockbuster Avatar ein heiliger Ort und sicheres Zuhause der Bevölkerung ist.

Auch in der Welt der Spiele schreiten Spieler virtuell selbst in den Wald. So etwa im Spielautomaten Splendour Forest, der auf Casino Joy, einem der neuen Online Casinos für Deutsche mit positiver Bewertung, spielbar ist. Hier wird der Wald mit zauberhaften Feen und Pilzen zu einem magischen Ort. Besonders eindrucksvoll ist der Wald zudem im Open-World-Videospiel The Legend of Zelda: Breath of the Wild, wo Spieler alle Ecken des Grüns erkunden und den Deku Baum, den Behüter des Waldes, antreffen.
Waldbaden ist eine neue Art der Wellnesstherapie, die inmitten der Natur für Entschleunigung jenseits des Alltagsstresses sorgt. Auch in Luzern ist das aus Japan stammende Phänomen bereits angekommen.