Sorgen offene Fenster bei kalter Aussenluft für mehr Erkältungen? Diese Sorge sei unberechtigt, sagt der Prof. Dr. med. Aristomenis Exadaktylos gegenüber TCS MyMed. Es gebe keine Hinweise darauf. Im Gegenteil sei es wahrscheinlicher, sich in einem schlecht gelüfteten Raum bei anderen anzustecken.

Stosslüften bei weit geöffneten Fenstern sorgt für einen schnellen Luftaustausch und hält die Viruskonzentration in der Luft klein. Und gegen die Erkältungsgefahr in der kalten Jahreszeit hilft Notfall-Professor Exadaktylos zufolge,

  • die Schleimhäute nicht austrocknen zu lassen,
  • wenig zu rauchen,
  • sich warm anzuziehen,
  • viel zu trinken und
  • sich vitaminreich zu ernähren.

Bei Atemwegsinfektionen wie Erkältungen, einer akuten Bronchitis oder einer echten Grippe befallen Erreger die Schleimhäute der Atemwege. Diese Erkrankungen seien sehr häufig, sagt der Mediziner. «Gerade Kinder erwischt es im Durchschnitt rund sechsmal im Jahr. Aber auch Erwachsene erkranken meist zwei- bis viermal jährlich. Besonders im Herbst und im Winter sind unzählige Viren im Umlauf, welche unterschiedliche Atemwegsinfektionen auslösen können.»

So schützt man sich vor Atemwegsinfektionen

Gegen einzelne Krankheitserreger von Atemwegsinfektionen stehen Schutzimpfungen zur Verfügung, zum Beispiel gegen Grippe, Keuchhusten oder Pneumokokken, die eine eitrige Lungenentzündung verursachen können. Der Impfstoff gegen Grippe wird jedes Jahr an die drei Virustypen angepasst, die voraussichtlich am häufigsten im Umlauf sein werden. Denn Influenzaviren können sich ständig verändern. Die Impfung schützt dabei lediglich vor den ausgewählten Grippeviren. Gegen Erreger von grippalen Infekten gibt es keine Impfung.

Doch regelmässiges und gründliches Händewaschen verringert die Gefahr einer Ansteckung. Wichtig ist auch, mit den Händen nicht ins Gesicht zu fassen. Denn falls Erreger an den Händen haften, können diese so zu den Schleimhäuten von Mund, Nase oder Augen gelangen und in den Körper eindringen. Um eine Übertragung zu verhindern, sollte man ausserdem nur eigene Ess-, Trink- und Waschutensilien nutzen sowie einen guten Meter Abstand von erkrankten Personen halten.

Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.