Im neusten Vodcast von Andy Wolf auf Radio Lozärn stellte sich die Nationalrätin Vroni Thalmann im schönen und breitesten Entlebucher Dialekt den Fragen. Frisch von der Frühlingssession aus Bern zurückgekehrt konterte sie auf den Punkt, dass es ihr nun Arbeit mangle, wie folgt: «Nein, langweilig wird es mir definitiv nicht. Das wird es mir eh nie. Erstens mache ich immer gerne etwas, etwas schaffen und manchmal auch geniessen mit Musik und solchen Dingen. Aber natürlich, nun ist die Session fertig, wir haben Kommissionssitzungen oder ich bin auf der Gemeinde Flühli bei Sörenberg als Sozialvorsteherin engagiert, habe dort meine Termine und Gemeinderatssitzung. Die Kommissionssitzung dient dazu, die nächste Session vorzubereiten. Mein Hauptthema ist die Angehörigenpflege, wir haben aber auch Themen wie Digitalisierung, Pflegeinitiative, die weiter beraten werden. Wir haben also noch einiges auf dem Tisch, an dem wir weiterarbeiten dürfen».
Spannende Frühlingssession
Es sei nicht nur die Frühlingssession, die spannend verlaufen sei, sondern vielmehr auch, was im Hintergrund alles ablaufe. Mit Kontakten und Zwischensitzungen, bei denen man für einen Vorstoss oder eine Meinungsbildung einen Termin zur Beratung vereinbare. Auch Besuche stünden immer wieder auf der Traktandenliste, das mache sie sehr gerne, denn so würden die Leute sehen, wo man arbeite und was das für Eindrücke hinterlasse. Sie sei auch Stimmenzählerin und deshalb im Bürobetrieb integriert. Dort werden die Tagesprogramme ausgearbeitet. Bei dringenden Vorlagen könne man diese auf den Plan nehmen oder herunternehmen, wenn das Thema in der Kommission nicht abschliessend behandelt wurde. In die Gesundheitskommission sei Vroni Thalmann eher zufällig gekommen. Denn es wurde eine Stimmenzählerin gesucht, und da das niemand angekreuzt habe, sei sie dann eingesprungen. Die medizinische Grundversorgung sei ihr Herzensprojekt, dass diese überall gewährleistet sei. Mit Akutspital, welches 24/7 für seine Patienten da ist, mit Hausärzten, Altersheimen, Spitex gehöre zur Grundversorgung, und diese müsse man im Blickfeld haben. Die Spezialisierung befinde sich dann eine Stufe höher, aus ihrer Sicht könnte man dies überkantonal noch besser koordinieren. Hier sei sie am Kämpfen und nicht alle seien darüber begeistert.
Heimatverbunden und bodenständig
Die politische Arbeit habe sie nicht verändert, sagt die SVP-Politikerin. Sie sei eben so, wie sie sei und das werde auch manchmal zelebriert. Dass Vroni Thalmann überall erkannt werde, habe sie am Anfang schon verdauen müssen. Innerhalb des Kantons sei dies gar nicht so tragisch gewesen, aber immer, wenn sie in Bern weile, merkt man es schon. Sie werde schräg angeschaut und die Leute wüssten dann nicht, ob sie auf Vroni Thalmann zugehen dürften. Sie drehe dann den Spiess und helfe den Leuten auf die Sprünge und kommt so ins Gespräch. Ein sympathischer Zug der Vollblut-Entlebucherin, die mit Nahbar- und Freundlichkeit überzeugt.







