Die Jury unter der Leitung von Sieghart Vaja, Leiter Weinbauzentrum Wädenswil, wählte aus 21 nominierten Weinen die Sieger. Darunter sind sowohl Weine von kleineren als auch von grösseren und bekannten Weingütern. In der Kategorie Weisswein sortenrein trocken teilen sich zwei Weine den Sieg.

Die Weinbauregion Zentralschweiz lebt von einer hohen Innovationskraft, spannenden Weinen und einem wachsenden Markt. Der Trend nach Regionalität und lokalem Genuss begünstigt den einheimischen Weinbau.

30 Winzerinnen und Winzer reichten 94 Weine ein, davon 79 aus dem Kanton Luzern, 10 aus dem Kanton Uri, 3 aus dem Kanton Zug und 2 aus dem Kanton Obwalden. Insgesamt wurden 15 verschiedene Winzerinnen und Winzer für die Prämierung nominiert. Die Nominierten verteilen sich wie folgt auf die Weinbauregionen der Zentralschweiz: Zwei stammen aus dem Gebiet Vierwaldstättersee, sechs aus dem Seetal, drei aus der Region Sempachersee, drei aus dem Kanton Uri und eine Nomination aus dem Kanton Obwalden.

Aussergewöhnliche Weinjahre 2018 und 2019

Ein Profipanel unter der Leitung von Sieghard Vaja, Leiter Weinbauzentrum Wädenswil, nominierte 21 der eingereichten Weine. Anschliessend degustierte und bewertete eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik und der Weinszene die nominierten Weine und kürte die Kategoriensieger. Alle nominierten Weine verfügen über die kontrollierte Ursprungsbezeichnung AOC.

Die vielversprechenden Zentralschweizer Weine begutachten konnte in diesem Jahr das Weinbauzentrum Wädenswil. Geschäftsführer Sieghard Vaja begleitete die Vorselektion und die Selektion des Weinwettbewerbs 2020. «Die Stärken liegen in den Weiss – und Rosé-Weinen, während bei den Rotweinen die Blauburgunder deutlich überzeugen konnten. Der kühle Jahrgang 2019 schlug sich mit dezenten Alkoholwerten und einer beneidenswerten Frische auf die verschiedenen Weine nieder», so Vaja. «Eine deutlich spürbare Weinsäure bewirkt nicht nur die spritzige Frische, sondern auch eine Langlebigkeit, an welcher wir uns in den nächsten Jahren wohl freuen werden», fügt Vaja hinzu.

Alles in allem überzeugen die Weine aus der Zentralschweiz und zeigen sich im Jahrgang 2019 von ihrer typisch kühlen, alpinen Ausrichtung. Damit präsentieren sie sich kontrastreich zu den opulenteren Weinen des 2018er-Jahrgangs und konnten die Jury positiv überraschen.

Winzerinnen und Winzer meistern die Corona-Krise gut

Die Weinbauregion Zentralschweiz lebt von einer hohen Innovationskraft, spannenden Weinen und einem wachsenden Markt. Der Trend nach Regionalität und lokalem Genuss begünstigt den einheimischen Weinbau. Im Herzen der Schweiz wird Rebbau mit viel Leidenschaft betrieben. Die Weinbauregion Zentralschweiz boomt – «trotz» Corona.

Erneut ein vielversprechender Weinjahrgang 2020

Der Zentralschweizer Weinbau verfügt über eine einzigartige Weinvielfalt von über 50 verschiedenen Sorten. Schweizweit liegt der Anteil an PIWI-Sorten (pilzwiderstandfähig) mit 33 Prozent an der Spitze (Schweiz: 1,5 Prozent). Steigend ist auch der Anteil an Bioweinen mit 15 Prozent (Schweiz: 4 Prozent).

Der warme Frühling sorgte für einen frühen Austrieb. Der Juni war eher nass und kühl; die Verrieselung hielt sich trotzdem in Grenzen. Der heisse Sommer hatte genügend Niederschlag. Die Ernteaussichten sind sehr gut und die Menge dürfte über dem Vorjahr liegen. Das Weinjahr 2020 hat Potenzial, ein Topjahrgang zu werden. Entscheidend wird die Witterung in der zweiten Septemberhälfte sein.