Im Kantonsratssaal diskutierten Jugendliche aus dem ganzen Kanton die Themen Kulturförderung, Asylpolitik, Jugendarbeit sowie Bau- und Umweltpolitik. Die Klimapolitik mobilisierte die Teilnehmenden der diesjährigen Jugendsession. Die jungen Parlamentarierinnen und Parlamentarier überwiesen ihre Forderung nach Verzicht auf Heizanlagen mit fossilen Energieträgern an den Kantonsrat.

Rund 100 Jugendliche diskutierten im Kantonsratsaal aktuelle Politthemen. Foto: JUKALU

Auch dieses Jahr diskutierten rund 100 Jugendliche im Kantonsratsaal engagiert aktuelle Politthemen. Unterstützt wurden sie von Studierenden des Zentrums für Menschenrechtsbildung der PH Luzern. Die Jugendlichen übergaben in einem symbolischen Akt ihre Petition an Staatsschreiber Lukas Gresch. Darin verlangen sie vom Kantonsrat, dass die Gesetzgebung dahingehend angepasst wird, dass beim Neubau oder Ersatz bestehender Heizanlagen eine Anlage eingebaut wird, welche keine fossilen Energieträger benötigt, ausser es bestehen zwingende Gründe, welche den umwelttechnischen übergeordnet sind.

Gesellschaft soll aktuelle und internationale Themen aufnehmen

Zudem gab das kantonale Jugendparlament ein Statement ab, worin es sein Anliegen an neues, attraktives Museum für Natur und Gesellschaft formuliert. Das neue Museum für Natur und Gesellschaft soll aktuelle, internationale Themen aufnehmen und diese ansprechend umsetzen, z. B. mittels interaktiven, erlebbaren und animierenden Ausstellungsformen und einer Verknüpfung von digitalen und analogen Elementen. Das neue Museum soll mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar und barrierefrei sein sowie vergünstigte Eintrittspreise für Kinder, Jugendliche und Schulen anbieten.

Politische Bildung an den Schulen wichtig

Die Gastredner würdigten das grosse Engagement der anwesenden Jugendlichen. Kantonsratspräsident Josef Wyss appellierte: «Sie, die Jugendlichen, sind die zukünftigen Leistungsträger von Wirtschaft und Politik. Mit einer Berufslehre oder mit einem Studium bereiten Sie sich für die wirtschaftlichen Herausforderungen vor. Mit dem Jungendparlament können Sie die ersten politischen Erfahrungen sammeln. Das sind Erfahrungen, die den Weg ebnen, um die politischen Herausforderungen zu meistern. Nutzen Sie die Gelegenheit und gestalten Sie die politische Zukunft.»

Alt-Bundesrat Blocher fordert zur Diskussion auf

Regierungsrat Marcel Schwerzmann betonte die Wichtigkeit, das Interesse der Jugendlichen an politischen Geschehnissen zu wecken und ihnen politisches Hintergrundwissen mit geeigneten Medien zu vermitteln. «Um mitzureden, braucht man die Informationen und die politische Bildung, also den Hintergrund. Mit digitalen Lehrmitteln und Plattformen wie «entdecke.lu.ch» holen wir die junge Generation im Kanton Luzern bereits an den Schulen ab.» Regierungsrat Marcel Schwerzmann knüpfte damit an die letztjährige Forderung des Jugendparlamentes an, welche auf die Digitalisierung der Lehrmittel und die Entwicklung interaktiver Lehrmittel zielte.

Alt-Bundesrat Christoph Blocher betonte, dass der Einfluss der Bürger in der Schweiz unglaublich gross sei. Das Volk, unabhängig von einem politischen Amt, könne sich einbringen. Mitbestimmen zu können sei vordergründig schön, bedeute jedoch auch Verantwortung zu übernehmen, so Blocher. Es sei wichtig, miteinander zu diskutieren.