Inmitten der Luzerner Neustadt, zwischen neuer Urbanität und Quartier-Charme, hat sich himmelrichoptik einen Namen gemacht – nicht durch Rabattschlachten oder Massenabfertigung, sondern durch Stil, Herzblut und eine Prise Seefahrer-Romantik. Ein Besuch bei Thomas Käch, dem Optometristen mit Hang zum Besonderen.
Text: Ronnie Hürlimann
Was macht ein Optiker, wenn er keine Lust auf Standard hat? Er stellt einen Schiffscontainer mitten in den Laden – als Refraktionsraum. Genau das hat Thomas Käch gemeinsam mit seinen Geschäftspartnern und ein paar kreativen Schreinern in Luzern getan. «Wir wollten etwas, das sich abhebt», erzählt er. Entstanden ist ein charmanter 60m²-Laden mit industriellem Chic, portablen Brillenregalen auf Kamerakran-Schienen und liebevollen Details, die an Hafenszenen erinnern. «Wir hatten keinen Plan B – also haben wir’s richtig gemacht», lacht Thomas.
Mehr als nur Brillen – ein Quartierladen mit Seele
himmelrichoptik ist ein Ein-Personen-Betrieb mit Herz. Wer hier reinkommt, trifft meist direkt auf Thomas – und das soll auch so bleiben. «Die Leute kommen wegen der persönlichen Betreuung, nicht weil ich das exklusivste Sortiment habe», sagt er ehrlich. Das Sortiment bewegt sich im oberen Mittelpreissegment: keine Luxus-Fantasien, keine Billig-Kompromisse. Stattdessen ausgewählte Marken wie Andy Wolf oder Funk, mit Fassungen, die auch mal mutiger daherkommen dürfen.
Und was ist mit Kontaktlinsen? «Ein Nebengeschäft», gibt Thomas zu. «Seit es Online-Shops gibt, verdienen wir daran kaum mehr. Aber es ist ein Service, der die Kundentreue fördert.» Eine Jahreskontrolle, ein Reminder per Post – so bleibt der Kontakt bestehen, auch wenn die Linsen per Klick gekauft werden.
Lokal verankert – aber mit Weitblick
Obwohl himmelrichoptik klar im Quartier verankert ist – viele Stammkunden wohnen in unmittelbarer Nähe – zieht das Konzept auch Menschen aus dem ganzen Kanton an. Dank Thomas Kächs Wurzeln in Neudorf und dem Netzwerk zur pfistergassoptik, aus der das neue Geschäft ursprünglich hervorging, reicht das Einzugsgebiet bis weit über Luzern hinaus. «Ohne die pfistergassoptik gäbe es uns nicht», sagt er. Und ohne die Glasmanufaktur Reize auch nicht – dank ihrer Unterstützung konnte das Start-up ganz ohne Bankkredit starten.

Kultur, Comics & Konzerte – Brillen mit Rahmenprogramm
himmelrichoptik ist mehr als ein Laden. Es ist Teil eines wachsenden kulturellen Mikrokosmos im neuen Himmelrich-Quartier. Thomas Käch spielt selbst Posaune und bringt regelmässig Musik in seinen Laden – mit kleinen Konzerten, Bandauftritten oder Kulturkooperationen, etwa beim Comics-Festival Fumetto. «Ich habe nichts mit Kunst am Hut», sagt er lachend, «aber ich liebe die Begegnungen, die daraus entstehen.»
Auch beim Sommerfest des Quartiers ist Thomas stets mit dabei – nicht nur als Geschäftsmann, sondern als Mensch mit Herz für seine Nachbarschaft.
Fazit: himmelrichoptik ist ein Gegenentwurf zur standardisierten Brillenwelt. Es geht nicht nur ums Sehen, sondern ums Gesehenwerden – als Mensch, mit Persönlichkeit und Stil.








