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Jede Kilowattstunde zählt: Luzerner Wirtschaftsdirektor ruft zum Stromsparen auf

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Laut Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdirektor Fabian Peter hätten Kontingentierungen oder gar Abschaltungen grosse wirtschaftliche und gesellschaftliche Schäden zur Folge. Deshalb müssen sie verhindert werden. «Jede jetzt eingesparte Kilowattstunde zählt, denn diese haben wir dann als Reserve im Winter!»

Der Kanton Luzern trifft aktuell einige Vorbereitungen, um in Zusammenarbeit mit dem Bund eine Mangellage bei der Gas- und Stromversorgung abzuwenden.

Ohne Strom ist unser tägliches Leben kaum vorstellbar und elektrische Energie ist ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens. Nahezu alle Geräte, die wir im Haushalt benötigen, werden mit Elektrizität betrieben – vom Herd über Kühl- und Gefrierschrank bis zur Unterhaltungselektronik und Beleuchtung. Trotz allem kann man mit ein paar einfachen Regeln die Stromkosten effektiv reduzieren.

Strom sparen im Haushalt: Wichtige Tipps

  1. Beim Wasserkocher auf die Füllmenge achten
  2. Ohne Vorheizen backen – mit Restwärme kochen
  3. Kochen mit Deckel
  4. Energiesparenden Kühlschrank wählen
  5. Kühlschrank und Gefriertruhe abtauen lassen
  6. Kühlschranktür schnell schliessen
  7. Extra-Kühlgeräte stilllegen
  8. Waschmaschine mit Warmwasseranschluss nutzen
  9. Waschen ohne Vorwäsche
  10. Wäsche mit 30 °C waschen

Eine gesamteuropäische Energie-Mangellage hätte grosse Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Der Kanton Luzern bereitet sich in Zusammenarbeit mit dem Bund auf verschiedene Szenarien vor. Zudem arbeitet er Massnahmen aus, um in der kantonalen Verwaltung und in den kantonalen Schulen Energie zu sparen und so die Bildung von Reserven zu ermöglichen. Der Regierungsrat ruft die Bevölkerung auf: Jede und jeder einzelne kann dazu beitragen, eine Mangellage abzuwenden.

Der Kanton Luzern trifft aktuell einige Vorbereitungen, um in Zusammenarbeit mit dem Bund eine Mangellage bei der Gas- und Stromversorgung abzuwenden und, wenn das nicht gelingt, so gut wie möglich zu bewältigen. Der Regierungsrat lässt gegenwärtig für die kantonale Verwaltung und die kantonalen Schulen Sparziele erarbeiten, die in einem ersten Schritt ohne Leistungsverzicht und in einem zweiten Schritt mit Leistungsverzicht zu erreichen sind.

Aufruf an die Stromverbraucher

Im Weiteren trifft er Vorbereitungen, um die Kernprozesse in einer schweren Mangellage aufrechtzuerhalten. Auf der Basis einer umfassenden Analyse des Energieverbrauchs aller kantonalen Liegenschaften prüft er mögliche Auswirkungen von Energiesparmassnahmen auf die digitalen Prozesse und klärt den personellen Handlungsspielraum. So wird untersucht, ob bei Eintreten einer schweren Mangellage verschiedene Organisationseinheiten örtlich zusammengefasst werden könnten, um einzelne Liegenschaften temporär stillzulegen.

Der Luzerner Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker, Vorsteher des Kantonalen Führungsstabs, sagt: «Bund und Kantone nehmen ihre Vorbildfunktion wahr, aber sie zählen nicht zu den grössten Energieverbrauchern im Lande. Wir alle können den Energieverbrauch jetzt reduzieren, damit die Speichermöglichkeiten für Strom und Gas in der Schweiz und in Europa gefüllt werden können!»

 

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