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Luzern

Neue Kampagne: Endlich bessere Luftqualität in den Luzerner Schulzimmern

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Das Bildungs- und Kulturdepartement will mit einer Kampagne für bessere Luftqualität in den Schulzimmern sensibilisieren. Die Schulen erhalten Informationen und einfache Handlungsanweisungen rund ums Thema Lüften, weitere Aktionen sind geplant.

Das seit dem Schuljahresbeginn 2021 laufende CO2-Messprojekt an den Luzerner Schulen hat damit erste konkrete Auswirkungen. Zugleich setzt das BKD auch eine Covid-Empfehlung des BAG um.

Um die Luftqualität an den Luzerner Schulen zu verbessern, startet das Bildungs- und Kulturdepartement nun eine Informations- und Sensibilisierungskampagne.

«Die einfachste und wirkungsvollste Massnahme für gute Luftqualität in den Schulzimmern ist regelmässiges Lüften – aber diesbezüglich haben wir tatsächlich noch etwas Luft nach oben!» meint Bildungs- und Kulturdirektor Marcel Schwerzmann und verweist damit auf die Ergebnisse des kantonalen CO2-Messprojekts an 18 Schulen und in insgesamt 216 unterschiedlichen Schulzimmern.

Seit Beginn des Schuljahres 2021/22 werden im Rahmen eines Pilotprojekts während eines Jahres mit speziellen Messgeräten Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2 sowie volatile organische Komponenten erfasst und die Resultate ausgewertet. Der CO₂-Wert kann einfach gemessen werden und ist stellvertretend für alle Luftsubstanzen ein Messwert für die Reinheit der Luft.

Ergebnisse je nach Jahreszeit unterschiedlich

Es zeigte sich, dass die Messwerte in den Luzerner Schulzimmern beim Start im August je nach Benutzung, Grösse und Belegung mehrheitlich gut und oder im mittleren Bereich sind. Konkret waren im Schnitt rund 57% der Räume gut durchlüftet, 29% wiesen erhöhte CO2-Konzentration auf, weitere 14% zeigten kritische Werte an. Nun in der kälteren Jahreszeit – in der weniger gelüftet wird – ergibt sich ein anderes Bild: lediglich in 42% der Schulzimmer ist die Luft gut, in 31% ist der CO2-Gehalt kritisch hoch.

Generell ist es so, dass zu Beginn des Unterrichts am Morgen die Luftqualität meist gut ist. Sie verschlechtert sich aber bei geschlossenen Fenstern im Laufe einer Lektion rasch. Das Lüften in den Pausen verbessert die Situation sofort wieder. Häufig wird bei kurzer Pausenlüftung der Ausgangszustand aber nicht wieder erreicht; die Lüftung bzw. die Pause sind zu kurz, um die Raumluft zu erneuern. Die nächste Lektion startet dann mit schlechterer Luftqualität als die vorhergehende. Insbesondere in Zimmern mit jungen Erwachsenen und in Informatik- und Musikräumen steigt der CO2-Gehalt schnell an, in Primarschulzimmern ist die Luftqualität in der Regel besser.

Covid-Übertragung geringer bei guter Lüftung

Es zeigt sich: Ohne regelmässiges Lüften kumulieren sich die Substanzen und führen in Schulzimmern zu schlechter Luftqualität. «Natürlich sind das keine bahnbrechenden Erkenntnisse», so Marcel Schwerzmann, «aber regelmässiges Lüften wird dennoch immer wieder vergessen und die schlechte Luftqualität hat Auswirkung aufs Lernen und auf die Konzentration». Und – wie sich gezeigt hat – auch auf die Bekämpfung der Covid-Pandemie, indem durch das Lüften die Konzentration von Coronaviren in Innenräumen verdünnt und das Risiko einer Übertragung vermindert wird.

Sensibilisierungskampagne

Um die Luftqualität an den Luzerner Schulen zu verbessern, startet das Bildungs- und Kulturdepartement nun eine Informations- und Sensibilisierungskampagne. Alle Schulen können ab sofort kostenlos runde Fensterkleber bestellen mit den Botschaften «LUFT REIN» oder «LÜFTEN – frische Luft für frische Köpfe» oder «O2». Daneben gibt’s einen Informationsflyer mit Anleitung zum korrekten Stoss- oder Querlüften sowohl für die Winter- wie auch für die Sommerzeit. Auf der Webseite sind weitere Informationen für die Schulen abrufbar, wie auch die aktuellen Testergebnisse des CO2-Messversuchs und nützliche Links zum Thema. Zudem gibt es Bildschirmschoner mit Reminder fürs Lüften zum Downloaden, vorgesehen ist eine Lerneinheit zur Luftqualität.

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