Während Ex-Juso-Chef David Roth in den sozialen Medien über angebliche Impf-Drängler lamentiert und damit Stimmung gegen das Luzerner Kantonsspital (LUKS) macht, lenkt der Luzerner SP-Präsident von den echten Pandemie-Problemen ab.

Roth gehörte ab 2008, als er von der SP nachnominiert wurde, dem Grossen Stadtrat von Luzern an. In den Stadtwahlen vom 14. Juni 2009, in denen auch die Juso erstmals einen Sitz erhielten, wurde er im Amt bestätigt.

Die wirtschaftsfeindliche Luzerner Corona-Politik, stark getrieben von den Linken, hat so manches KMU ins Strudeln gebracht und viele sogar an den Rand des Ruins getrieben – ganze Existenzen wurden vernichtet. Ob Gastro-, Kleider- oder andere Branchen wie Fitnesscenter: Das Arbeitsverbot war und ist für viele Unternehmer vernichtend. Die Arbeitslosenzahlen werden steigen und noch immer warten viele Luzerner Firmen auf faire Härtefallentschädigung.

Anstelle diese Probleme effizient anzugehen und sich für seine Wähler einzusetzen, ärgert sich Gewerkschaftssekretär und SP-Hardliner David Roth über mögliche Probleme nach der langersehnten Zündung des Impf-Turbos: «Offenbar haben sich bereits hunderte vom Impfdrängler*innen auf die Liste vom @KantonsspitalLU setzen lassen. Telefonleitungen waren überlastet. Wird einfach in Kauf genommen. Was ist da los? Bitte sofort handeln», schrieb Roth auf Twitter.

Ob unberechtigte Personen es aber tatsächlich geschafft haben, eine Impfung am LUKS zu erhalten, ist nicht klar. In einer Mitteilung schreibt das LUKS, pro Woche würden über 2500 Personen im Spital geimpft. «Dass bei dieser hohen Impfkadenz Einzelfälle unseren Kontrollen entgehen können, ist nicht ganz auszuschliessen.»

Absurde Diskussion – denn bald gibt es zu viel Impfstoff

David Roth sollte endlich echte Probleme lösen, denn schon jetzt zeichnet sich ab, in wenigen Wochen wird es im Kanton Luzern mehr Impfstoff haben als impfwillige Personen. Und Recherchen von Radio Lozärn zeigen, dass sich viele LUKS-Spitalmitarbeiter gar nicht impfen lassen wollen.

Am 26. April will der Kanton Luzern in Willisau sein zweites Impfzentrum in Betrieb nehmen. Bislang sind dort aber nur wenige Anmeldungen eingegangen. Der Kanton Luzern hat deswegen die Bevölkerung aufgerufen, sich in Willisau anzumelden. In der Festhalle Willisau sollen ab Ende April täglich bis zu 1600 Personen gegen das Coronavirus geimpft werden. Anmelden können sich Impfwillige seit dem letzten Dienstag. Es seien bisher nur 3500 Anmeldungen eingegangen, teilte die Staatskanzlei mit. Die Impfkampagne wäre in Willisau damit innerhalb weniger Tage abgeschlossen. Ein Debakel.

Das Gesundheits- und Sozialdepartement (GSD) ruft deswegen alle impfwilligen Personen ungeachtet ihres Alters und einer allfälligen chronischen Erkrankung dazu auf, sich nun für das Impfen im Impfzentrum Willisau anzumelden. Eine hohe Auslastung der beiden Impfzentren in Luzern und Willisau sei zentral, damit die nun erwarteten grossen Mengen an Impfstoff verabreicht werden könnten.

3 Kommentare

  1. Ein grosses Theater, Roth soll doch besser mehr für uns Gastronomen machen. Wir leiden und die Härtefallleistung reicht nirgends hin!! Lukas

  2. Grossartiger Bericht der es auf den Punkt bringt! Der selbsternannte Impfpolizist soll sich seinen Kernaufgaben widmen – nur leider bringt er dort nichts auf die Reihe…

  3. David Roth treibt eine Hexenjagt und denunziert die Impfwilligen Personen um sich selber in den Focus zu rücken. Jemanden als „Impfdrängler zu bezeichnen, weil derjenige eine öffentlich verfügbare Telefonnummer angerufen haben, um sich als Impfwilliger einen Termin geben zu lassen, finde ich höchst fraglich. Besonders wenn man die Schlagzeilen der letzten Wochen berücksichtigt, dass in der Schweiz jetzt der „Impfturbo“ gezündet werden muss, von liegen gebliebenen Impfdosen berichtet wird, kommt jetzt wieder einer daher und wirft Steine in das Getriebe. Die sollen doch froh sein, wenn erst einmal genug Leute zusammenkommen, welche Geimpft sind, unabhängig vom Alter oder Arbeitsverhältniss, denn mit jeder Impfung kommen wir dem Ende der Pandemie und der Öffnung des Landes näher.

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