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Luzerner Gastronomie nach Corona: Sind die Restaurants und Bars bald wieder voll?

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Die Corona-Pandemie machte gastronomischen und Hotel-Betrieben stark zu schaffen. Auch viele Luzerner Gastronomen und Hoteliers fragen sich jetzt, wie es nach der Pandemie weitergeht. Hotelfach-Studierende haben eine klare Vorstellung.

Schon im Februar sollen gemäss Bundesrat sämtliche Corona-Massnahmen wie unter anderem die Zertifikatspflicht fallen. Gut für die Restaurants und Hotels.

Ist nun definitiv bald Schluss mit leeren Tischen?

So geht es nach der COVID-19 Krise weiter

Wann die Corona-Krise aber definitiv vorüber sein wird und wieder Normalität einkehrt, weiss niemand. Auch wenn die Einschränkungen nun wieder gelockert werden, wird sich die gewohnte Normalität verändern. Gewisse Anpassungen in der Gastronomie werden sich etabliert haben und könnten bestehen bleiben werden. Diese acht Beispiele sind eine Zusammenfassung aus den Erkenntnissen der Hotelfach-Studierenden:

  1. Erlebnisgastronomie bieten: In einem Restaurant zu essen oder in einem Hotel zu übernachten wird wieder als etwas Spezielles angesehen. Die Gäste werden sich mehr gönnen und im Gegenzug aber auch mehr erwarten. Aussergewöhnliche Erlebnisse zu verschaffen wird in der Gastronomie noch zentraler werden.
  2. Kundenbindung fortführen: Loyale Kunden können das zentrale Standbein darstellen, falls wieder eine Krise eintrifft. Sie identifizieren sich mit dem Betrieb und werden ihn auch weiterhin mit ihren Besuchen unterstützen.
  3. Check-In beibehalten: Um die Kundenbindung auch weiterhin zu unterstützen, sollte in Restaurants weiterhin auch mit Check-Ins gearbeitet werden. Persönliche Angaben der Gäste helfen, diese auch individuell und bedürfnisgerecht zu betreuen.
  4. Weiterhin Take Away anbieten: Das sichere zu Hause wird zukünftig noch mehr geschätzt. Wer sich ausgewogen und gesund ernähren möchte, muss nicht unbedingt selbst kochen. Mit dem umfassenden Take Away Angebot, welches aus der Krise entstanden ist, werden alle Bedürfnisse abgedeckt.
  5. Regionalität beibehalten: Das regionale Gewerbe wird unterstützt und Lieferungen sind auch zukünftig gesichert und unabhängig. Somit können zwischen lokalen Betrieben langfristige Partnerschaften entstehen, die sich gegenseitig unterstützen.
  6. Online Präsenz: Was online während der Krise aufgebaut wurde, sollte unbedingt weiterhin gepflegt werden. Die Social Media Followers wollen weiterhin mit News rund um das Unternehmen versorgt werden. Dies stellt eine sehr gute Möglichkeit dar, langfristig eine neue Kundschaft anzusprechen.
  7. Neue Zahlungsmethoden: Wer sich während der Krise alternative Zahlungsmethoden zu Bargeld angeschafft hat, sollte diese beibehalten. Der Trend geht immer weiter weg vom Bargeld. Im nahen Ausland wird bereits seit langem bargeldlos bezahlt und vor allem die jüngere Kundschaft schätzt diesen Wandel.
  8. Neue-/Neben-Standbeine: Wenn das Grundangebot nicht krisenresistent ist, sollte man prüfen, ob ein erweitertes Angebot sinnvoll ist. Auch kleine Nebeneinkünfte können in Krisenzeiten zentral sein. Zum Beispiel der Verkauf von Kochbüchern, Lebensmittel oder das Durchführen von Kochkursen.

Zusammenfassend kann man festhalten: Wer auch zukünftig mit seinem gastronomischen Betrieb an der Spitze dabei sein möchte, muss den veränderten Ansprüchen gerecht werden. Lokale und nachhaltige Produkte werden noch wichtiger und spätestens jetzt werden auch die letzten Betriebe auf den digitalen Trend aufspringen.

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