Am Luzerner Kantonspital (LUKS) ist das neue Klinikinformationssystem LUKiS seit einem Monat in Betrieb. Die Zwischenbilanz: Der Start ist gelungen und dank des enormen Engagements der Mitarbeitenden ist das Projekt auf Kurs. LUKS-Direktor Benno Fuchs nimmt Stellung.

Die Einführung läuft wie geplant weiter. Für das Spital bedeutet LUKiS eine grundlegende Umstellung in der Organisation. Das LUKS gibt sich 100 Tage Zeit, bis das System eingespielt ist und sich die Routine im Klinikalltag einstellt.

Foto: LUKS

Am 21. September um 3 Uhr morgens hat für die Mitarbeitenden am LUKS eine neue Ära begonnen. Mit dem Klinikinformationssystem LUKiS setzt das LUKS als erstes deutschsprachiges Spital Europas auf die durchgehende Digitalisierung der organisatorischen und administrativen Klinikabläufe. Die vielen unterschiedlichen fall- und abteilungsbezogenen Abläufe werden neu in LUKiS koordiniert und optimiert.

Neu sind sämtliche Informationen zur Behandlung einer Patientin oder eines Patienten übersichtlich, zentral und vollständig rund um die Uhr auf einer gemeinsamen Arbeitsplattform digital verfügbar. Damit erreicht die lückenlose und ganzheitliche Versorgung der Patientinnen und Patienten durch die Spezialistenteams am LUKS eine neue Qualität.

CEO/Direktor des LUKS Benno Fuchs ist zufrieden

«Dank intensiver Vorbereitung und dem enormen Einsatz aller Mitarbeitenden ist der Start gelungen. Wir hatten und haben wie erwartet zahlreiche kleinere und grössere Umsetzungsfragen zu meistern. Viele Prozesse sind für unsere Mitarbeitenden klinikübergreifend völlig neu. Einerseits geht es nun darum, diese neuen Arbeitsschritte im Alltag einzubauen. Auf der anderen Seite optimieren wir auch laufend unser neues System, wenn wir sehen, dass gewisse digitale Abläufe unnötig kompliziert aufgebaut sind. Wir stehen im permanenten Dialog mit unseren Abteilungen», erläutert Benno Fuchs, CEO/Direktor des LUKS.

Seit über 30 Tage arbeiten rund 5500 Mitarbeitende, welche in Medizin, Pflege und Administration direkt mit den Patientinnen und Patienten zu tun haben, mit der neuen gemeinsamen digitalen Arbeitsplattform. Schritt für Schritt verschwinden Handnotizen und Papierformulare. Der Einsatz von Tablets und Notebooks begleitet mehr und mehr den Alltag in den Abteilungen. Informationen werden direkt im Dialog mit den Patienten ins System eingefügt. Das LUKS setzt bei seinem neuen Klinikinformationssystem LUKiS auf die Software des Anbieters Epic, die weltweit in mehr als 1000 Kliniken im Einsatz ist.

Lange Wartezeiten sind meist ausgeblieben

Die Priorität des ersten Monats galt der stabilen Systemeinführung und dem Abstimmen der neuen Prozesse. In der nächsten Phase geht es nun darum, gewisse Kernprozesse zu optimieren und verstärkt Routine im Alltag zu gewinnen. Die Mitarbeitenden werden dabei seit dem Go-Live von 800 Kolleginnen und Kollegen unterstützt, die als Super-User ausgebildet worden sind. Zudem arbeitet auch weiterhin ein Team von Spezialisten bei der Einführung mit, um bei auftauchenden Schwierigkeiten zu helfen.

Das Ziel aller Beteiligten ist es, dass es bei den Patientinnen und Patienten zu möglichst wenigen Verzögerungen bei der Datenbearbeitung kommt. Bisher konnten lange Wartezeiten fast immer vermieden werden, obwohl das LUKS voll belegt ist. «Für uns alle fängt nun eine weitere Lernphase an. In den folgenden Wochen müssen wir die neuen Prozesse einüben und optimal in den Spitalalltag integrieren. Es ist wichtig, dass wir dabei auch die kleinen täglichen Fortschritte sehen. Die ganze Organisation braucht Zeit, bis alle neuen Abläufe rund laufen», erklärt Benno Fuchs weiter.