Charles Wüest, bekannt aus der TV-Sendung «Bumann der Restauranttester» (3+) und vielen Artikeln im «Blick», stellt sich einer neuer Herausforderung.

Nicht nur bei den Einheimischen hat das Restaurant Brünig an der schönen Seestrasse 13 in Hergiswil eine lange Tradition: Vor allem in den 80er/90er Jahren war der Brüning weit über die Kantonsgrenze hinaus bekannt. Nun will Charles Wüest, den Luzernern bekannt als Betreiber des Militärmuseum in Kriens und des Restaurants Chuchichäschtli in Reussbühl, dem Brüning neues Leben einhauchen und an die alten Erfolge anknüpfen.

Charles Wüest hat langjährige Erfahrung in der Gastronomie und ist ausgebildeter Wirt. Zusammen mit seiner Familie hat er das legendäre Militärmuseum in Kriens aufgebaut. Wüest Ziel ist es, seinen Gästen durch sehr guten Service und kreativ dekorierten Gasträumen eine sorgen- und stressfreie Atmosphäre zu bieten, um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Viele der Einrichtungsgegenstände in seinen Lokalen waren stets antik, Fund-, Sammel- und Erbstücke. Und trotz seines strengen Job als Wirt, findet Charles Wüest immer noch Zeit in seinem Atelier seinem Hobby, der kreativen Schneiderei, nachzugehen. Das sei ihm sehr wichtig, betonte er stets in Interviews.

Neuanfang nach Pleite

Lange lag Charles Wüest mit der Gemeinde Kriens in den Haaren. Diese vermietete ihm die Räumlichkeiten, sprich den Luftschutzkeller, in dem sich sein ehemaliges Militärmuseum befand. Doch Wüest nahm es damals mit der Bezahlung der Miete nicht so genau. Die Gemeinde Kriens wollte das Mietverhältnis kündigen, Wüest erhob Einspruch, das Gericht musste entscheiden. Bei den Dreharbeiten zur 3+-Sendung im Dezember 2015 versuchte Restauranttester Bumann, die Wogen noch zu glätten. Vergebens.

Denn bald kam Bumann zur Einsicht, dass die Fronten im Familien-Zwist dermassen verhärtet sind, dass selbst er nichts ausrichten kann. Also versuchte er es bei der Gemeinde Kriens. Schliesslich stand Wüest dort mit dem Mietzins im Verzug und der Rauswurf drohte. In der Sendung kam aus, dass die finanzielle Situation Wüests schwierig war. So sprach er selbst ganz offen von Schulden in der Höhe von 1,8 Millionen Franken, die nach Übernahme und Umbau des Restaurants und Museums auf ihm gelastet hätten.

Radio Lozärn wünscht Charles Wüest mit dem Restaurant Brünig viel Glück!