Ist der Vitamin-D-Wert im Körper zu tief, wird Calcium aus den Knochen abgebaut. Das begünstigt Osteoporose. Sprich die Knochenbrüchigkeit erhöht sich. Ist der Mangel ausgeprägt, führt dieser bei Kindern zu Skelettverformungen. Vitamin-D-Mangel entsteht meist dadurch, dass die Haut zu selten der Sonne ausgesetzt ist. Der Körper braucht nämlich UV-Licht für die körpereigene Produktion von Vitamin D3.

Ein Risiko für Vitamin-D-Mangel besteht unter anderem bei zu geringer Sonnenexposition – vor allem bei alten Menschen und Heimbewohnern sowie bei Menschen, die durch Kleidung wie Ordenstracht oder Tschador kaum Hautflächen der Sonnen aussetzen. Bild: Pixabay.

Lange Zeit war man der Ansicht, die Funktion des Vitamin D3 bestehe ausschliesslich in der Regulation des Phosphor- und Kalziumstoffwechsels und damit der Erhaltung der Knochengesundheit. Die Überraschung war gross, als sich herausstellte, dass fast jede Zelle unseres Körpers über Vitamin-D-Rezeptoren verfügt und Vitamin D damit eine Grundlage für Funktion jeder einzelnen Zelle darstellt.

Vitamin D steuert in unseren Zellen die Expression von über 2000 Genen

Es hat so Einfluss auf die Ausschüttung zahlreicher anderer Substanzen und beeinflusst auf diesem Wege fast alle Bereiche unserer Gesundheit. Angefangen von der Gesundheit der Organe und des Herz-Kreislaufsystems, über das Immunsystem bis hin zu Muskeln, Nerven und Gehirn – Vitamin D ist an unzähligen körperlichen Prozessen beteiligt.

Die langfristigen Folgen eines Vitamin-D-Mangels sind dadurch zahlreich und betreffen fast alle Bereiche unserer Gesundheit. Nicht immer sind diese Spätfolgen eindeutig auf Vitamin D zurückzuführen. Hier sollen darum nur diejenigen Symptome behandelt werden, deren Ursprung sich heute deutlich auf Vitamin-D zurückführen lässt und bei denen die Wirkmechanismen recht gut bekannt sind.

Ein Risiko für Vitamin-D-Mangel besteht unter anderem bei:

  • zu geringer Sonnenexposition (vor allem bei alten Menschen und Heimbewohnern sowie bei Menschen, die durch Kleidung wie Ordenstracht oder Tschador kaum Hautflächen der Sonnen aussetzen)
  • Mangel- bzw. Fehlernährung
  • gestörter Verwertung und Aufnahme von Vitamin D (z.B. bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Zöliakie)
  • erhöhtem Bedarf (Schwangerschaft und Stillzeit, Kinder)
  • Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Mittel gegen Epilepsie)
  • erhöhter Ausscheidung von Vitamin D über die Nieren (Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom)

Mögliche Auswirkungen von Vitamin-D-Mangel:

  • Haarausfall
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Gliederschmerzen
  • gestörte Knochenmineralisation (Rachitis bei Kindern, Osteomalazie bei Erwachsenen) mit Knochenschmerzen und -verformungen
  • neuromuskuläre Übererregbarkeit (Tetanie) durch Kalziummangel als Folge von Vitamin-D-Mangel mit Missempfindungen (etwa der Lippen und Finger), Muskelkrämpfe, Migräne etc.

Die 8 Vitamin-D-reichsten Lebensmittel

Fettreicher Fisch (z.B. Kabeljau, Thunfisch, Makrele und Lachs), Leber, Austern, Butter, Milch, Eier, Sprossen und Löwenzahn, Steinpilze und Shiitake Pilze, Haferflocken und Süsskartoffeln.

Radio Lozärn empfiehlt: Diese Information kann keine ärztliche Beratung, Diagnostik oder Therapie ersetzen. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.