Digitalisierung, Umweltfaktoren der Grossstadt und Arbeitsverdichtung im Job. Unsere modernen Lebensumstände bieten viel Potential für Stress, der sich langfristig negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Leistungsdruck auf der Arbeit, immer mehr private Verpflichtungen, hohe eigene Ansprüche und ständige Erreichbarkeit: Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in der Schweiz fühlt sich gestresst. Damit steigt auch das Risiko für psychische Erkrankungen.
Im neusten Vodcast von und mit Andy Wolf auf Radio Lozärn begrüsste dieser Rosa-Maria Rykart, die auf der Alp A Òra im Tessin den Menschen die Möglichkeit bietet, wieder zu sich zu finden und abzuschalten: «Die Alp A Òra steht für Ruhe, Auszeit, Regeneration, zu sich selbst zurückfinden, einfach mal herunterfahren und entspannen. Die Alp ist abgelegen, hat keinen Strom, hat zwar fliessendes Wasser, es hat keinen Licht- und Elektrosmog, in der Nacht sieht man sogar noch alle Sterne, was auch nicht mehr überall sieht. Es ist totenstill, es ist wirklich ruhig im Gebäude, in der Nacht hört man seinen eigenen Atem».
Bewusste Diskretion und Abgeschiedenheit
Wo genau die Alp liegt, wollte Rosa-Maria Rykart bewusst nicht verraten. Nur so viel: Sie liegt im Tessin, gehört zur Gemeinde Riviera, liegt ein wenig versteckt in einer Waldlichtung auf 1’000 Meter über Meer. Genau das Richtige für Menschen, die Ruhe brauchen und sich regenerieren wollen. Der ideale Rückzugsort, wo der Massentourismus weit weg ist. Interessierte werden von Rosa-Maria Rykart im Tal abgeholt und sie fährt dann mit ihrem Auto die steile Bergstrecke hinauf. Auf dem Parkplatz angekommen folgt eine rund zehnminütige Wanderung zur Alp. Die Leute werden im Vorfeld bestens über die etwas andere Anreise informiert und reagieren sehr gut darauf, weil sie wissen, dass sich hier in der Tat Fuchs und Hase gute Nacht wünschen. Rosa-Maria Rykart macht immer wieder die Erfahrung, dass ihre Gäste in den ersten zwei, drei Tagen einen enormen Mitteilungsdrang haben. Es brauche dann schon fast drei Tage, bis die Leute zur Ruhe kommen würden und merken, dass ruhig sein etwas mit einem macht. Deshalb empfiehlt sie die Minimaldauer von einer Woche, besser seien aber zwei bis drei Wochen.
Menschen öffnen sich in dieser Atmosphäre
Sie sei einfach so, wie sie sei. Sie verstelle sich nicht. Viel dazu tun müsse Rosa-Maria Rykart nicht, bis sich die Menschen mit ihren Problemen öffnen. «Ich probiere rein von den Gegebenheiten, sprich vom Schlafraum, Vorraum oder Küche, dies möglichst harmonisch zu gestalten. Ich möchte auch, dass sich die Leute frei bewegen können, das heisst, sie können frei im Garten einen Liegestuhl holen oder eine Yogamatte holen. Es soll keine Abhängigkeit sein, aber sie sollen wissen, dass, wenn sie etwas brauchen oder wollen, dann bin ich für sie da und schaue nach ihnen. Sie sind nicht allein». Sie bezeichnet sich nicht als Animateurin, vielmehr als Wegbegleiterin.
Pflanzenliebhaberin und Geheimnisbewahrerin
Neben dem Helikopterbrevet und der Ausbildung zur Yogin (weibliche Form von Yogi, was auch Zauberin bedeutet) hat sich die naturverbundene temporäre Einsiedlerin der bewussten Ernährung und Bewusstsein Findung verschrieben. Auf der einladend gestalteten Webseite sind die verschiedenen Angebote für Frieden, Ruhe, Feuer und Natur aufgeschaltet, die Ihnen tiefes, stilles Glück zurückbringen.







