Diese Woche startete in den meisten Luzerner Gemeinden und an den kantonalen Gymnasien und Berufsfachschulen das neue Schuljahr. Es gibt verschiedene Neuerungen auf allen Schulstufen. Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann besuchte gestern die Erstklässler in Alberswil an ihrem ersten Schultag.

Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann besucht den ersten Schultag in Alberswil: «Der Schuleintritt ist ein wichtiger Schritt – die Luzerner Volksschulen bereiten die Kinder gut aufs Leben vor.»

Das neue Schuljahr begann anfangs Woche offiziell im Kanton Luzern, einige Gemeinden starteten bereits vergangenen Montag. Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann stattete der Schule Alberswil einen Besuch ab und wünschte vor Ort den Erstklässlern und allen Schülerinnen und Schülern und Lehrpersonen einen guten Start. Er dankte den Eltern, die ihre Kinder am ersten Schultag begleiteten, und rief sie dazu auf, den schulischen Weg ihrer Kinder weiterhin mit Interesse zu begleiten.

Viele Neuerungen

Das neue Schuljahr bringt für alle Stufen Neuerungen mit sich. So werden in der Volksschule die digitalen Lernplattformen, die sich auch beim Fernunterricht sehr bewährt haben, weiter ausgebaut und ergänzt. Neu aufgeschaltet mit ersten Unterrichtseinheiten ist die Plattform musik-erleben.lu.ch. Die Ateliers für Hochbegabte starten nächste Woche mit einer zweiten Durchführung mit gut 220 Lernenden in den Gemeinden Luzern, Sursee, Emmenbrücke, Malters und Wolhusen. Zudem werden bis zum Ende des Schuljahres die Einführung des Lehrplans 21 und das Schulentwicklungsprojekt «Schulen mit Zukunft» abgeschlossen.

Neue Fächer und Bildungsoffensive

An den Luzerner Gymnasien ändert sich der Fächerkanon in der zweiten Klasse des Untergymnasiums: Anstelle von Latein steht «Interdisziplinärer Sprachvergleich» im Fach Deutsch auf dem Stundenplan sowie erstmals «Naturwissenschaft und Technik» und «Informatik und ICT». Gleichzeitig führen die Gymnasien die Digitalisierungsstrategie weiter mit der Vorbereitung der Einführung von persönlichen Notebooks in den unteren Klassen (in der obligatorischen Schulzeit des Gymnasiums). Ebenso wird im Hinblick auf die Maturaprüfungen das digitale Prüfen weiterentwickelt.

Im Herbst 2020 starten die Anmeldungen für die Berufsmatura-Kurse in der 3. Klasse der Sekundarschule: schulisch starke Jugendliche erhalten die Möglichkeit, sich für die BM Sek+-Kurse im Schuljahr 2021/22 zu melden. Sie werden dann in der 3. Klasse von den Wahlfächern befreit und können jeweils am Mittwoch die BM Sek+-Fächer besuchen.

Erfreulich stabile Zahlen

Bei den Lehrverträgen verzeichnet die Dienststelle Berufs und Weiterbildung – wie in den Vorjahren – erfreulich stabile Zahlen. Für Jugendliche, die in der Berufsschule Probleme haben, wurden Stützkurse unter dem Titel «Lernatelier Starthilfe nach Covid-19» aufgebaut. Im Hinblick auf mögliche konjunkturelle Schwierigkeiten werden das Coaching, das Case Management und die Integrationsberatung sowie die Laufbahnberatung für Lehrabsolventen verstärkt.

Im Weiterbildungsbereich startet im September die Förderung der Grundkompetenzen für Erwachsene. Ziel dieser Kommunikationsoffensive ist es, ungenügende Grundkompetenzen im Bereich Lesen, Schreiben, Rechnen sowie ICT-Kenntnisse auszugleichen. Rund 10 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ist im Kanton Luzern davon betroffen.

Neue Bachelorangebote für digitale Arbeitswelt

Die Luzerner Hochschulen starten ihr Semester am 14. September. An der Universität werden diesen Herbst die ersten Studierenden in Luzern mit dem Joint Master Medizin, dem gemeinsamen Studiengang der Universitäten Zürich und Luzern, beginnen. Auch die Hochschule Luzern startet mit neuen Studienangeboten. Sie tragen der Digitalisierung der Arbeitswelt Rechnung, darunter «Digital Engineering» und «Digital Construction» am Departement Technik & Architektur, «Mobility, Data Science und Economics» am Departement Wirtschaft sowie «Spatial Design» und «Data Design & Arts» am Departement Design und Kunst.