Im neusten Radio Lozärn Vodcast kommt Andy Wolf aus dem Aufzählen von Tätigkeiten, die sein Gast Severino Negri ausübt, nicht mehr heraus: Schauspieler, Modell, Zauberer, Magier, Mentalist, Illusionist, Autor, Produzent und Keynote Speaker. Auf die Frage von Andy Wolf, was er als erstes sage, wenn er sich in einer neuen Runde vorstellt, antwortet Severino Negri: «Normalerweise einfach nur, ich bin der Severino Negri. Und wenn dann noch nachgefragt wird, antworte ich Mentalist und Schauspieler. Man kann sagen, dass sich die beiden Sachen konsolidiert haben».
Auf die Nachfrage von Andy Wolf, was denn zuerst war, sagt er: «Das ist nun wieder die berühmte Ei- oder Huhn-Frage. Ich glaube, es ist von beidem etwas. Als Schauspieler und Zauberer hast du beides in dir, nämlich die schauspielerische Art, die du nutzen musst. Ich stehe ja auf der Bühne und präsentiere dort eine Nummer, aber da geht halt auch ein bisschen Schauspielerei hinein. Es ist an sich beides das gleiche, habe ich so das Gefühl. Das eine hat einfach noch mit gewissen psychologischen Skills zu tun und das andere ist das Auswendiglernen von Text oder auch gespielt und improvisieren».
Severino ist ausgebildeter Schauspieler
Die Schauspielkunst ist aus Sicht von Severino Negri ähnlich schwierig wie zaubern. Beides hat nach seiner Einschätzung so seine Schwierigkeiten. Die grösste Herausforderung in seiner Schauspielausbildung sei gewesen, die einzelnen Werkzeuge zu lernen und sich dabei nicht selbst zu verlieren. «Es kam manches Mal der Moment, wo du versucht hast, dich an den Werkzeugen der Schauspielerei festzuhalten und dann das Bauchgefühl, das eigene Gefühl zu verlieren. Und so konnte ich nicht so in die Rolle hineinschlüpfen, wie du dich das gemeinhin gewohnt bist». Severino Negri hört, wenn er eine neue Rolle annimmt, gerne auf sein Bauchgefühl. So meistert er die Hürden des Lebens gemäss eigener Aussage am besten.
Über Umwege zur Schauspielerei gekommen
Der im Jahr 1979 geborene Zürcher hat zuerst den konventionellen Weg einer KV-Lehre auf einer Bank eingeschlagen. Ursprünglich wollte Severino Negri als kleiner Bub Pilot bei der damaligen Swissair werden. Es stellten sich aber Probleme mit den Augen ein und dann war die Sache vom Tisch. Die Schauspielerei und Zauberei hätten ihn seit jeher fasziniert, so sehr, dass er neben der Banklehre und Berufsmatura immer mal wieder Theater gespielt hat. Nach einem Jahr auf der Bank begann er dann das Studium zum diplomierten Betriebsökonom, das vier Jahre dauerte. Das erworbene Wissen helfe ihm auch heute im neu geschaffenen Umfeld. Heute ist es ein einträglicher Mix zwischen der Schauspielerei und Mentalmagie. Beides übt er mit Begeisterung aus. So sieht man Severino ab dem 13. November in seinem neusten Kinofilm namens «Make me feel», einer deutschen Produktion, wo er einen Nazi-Bösewicht spielt.

