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So sieht die Toilette der Zukunft aus

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Toilettengang mal anders

Innovative Toilettenideen kommen in der Regel aus Japan, wo schon seit vielen Jahren High-Tech-Klosetts an vielen Orten installiert sind. Für die einheimische Bevölkerung sind sie ein gewohnter Anblick, bei Touristen lösen sie oft Erstaunen aus. In den modernen Toiletten steckt jede Menge Technik und nicht selten sind sie mit dem Internet verbunden. Es gibt beleuchtete Modelle oder solche, die nicht nur das Becken sondern auch die Brille nach jeder Benutzung gründlich reinigen. Sensoren in der Brille messen die Be- beziehungsweise Entlastung und betätigen beim Erheben automatisch die Wasserspülung. Aber nicht nur in Japan, sondern auch in der Schweiz mussten sich die WC-Anlagen über die Jahre einem stetigen Modernisierungsprozess unterziehen. So wurden vor allem Stand-WCs in Hänge-WCs umgewandelt, und es gibt fast keine Toilette mehr, die nicht mit einem Wassersparmechanismus ausgestattet ist.

Design-Modelle setzen sich durch

In den vergangenen Jahren wurde bei den für den Schweizer Markt gedachten Toiletten vor allem am Design gearbeitet. Die unschönen Spülkästen und Wasserrohre sind in der Wand verschwunden, und die Ästhetik der Becken hat durch die Schaffung von runden Formen und eleganten Deckeln gewonnen. Formschön designte Toiletten haben zusehends die privaten Badezimmer sowie die gewerblichen und öffentlichen WC-Räume erobert. Bereits seit den 1970er-Jahren gibt es Toiletten mit integrierter Podusche, einige Jahre später kam auch die Föhnfunktion hinzu. Beides sind Ideen, um den Komfort zu erhöhen.

Laufend neue Innovationen

Genau wie bei vielen anderen Dingen auch hält bei der Entwicklung von modernen Toiletten die Digitalisierung immer weiter Einzug. Über Sensoren erkennen die Klos der neuesten Generation, wenn sich ihnen ein Nutzer nähert und heben automatisch den Deckel. Sie können mit Musik erfreuen oder mit dem Geplätscher von einem Wasserfall zum Entspannen animieren. Einige Modelle besitzen einen eigenen SD-Kartenslot, sodass auch mitgebrachte Musik ertönen kann. Erst gab es für die Toiletten Fernbedienungen, heute lassen sie sich per App über das Smartphone oder Tablet steuern.

Ein Beitrag zur Gesundheitsförderung

Doch damit ist noch genug: Japanische Visionäre sehen in den neuen Toiletten wichtige Hilfsmittel für die Gesundheitsförderung. So sollen beispielsweise Kameras die Ausscheidungen nach Form und Konsistenz untersuchen und die Ergebnisse an ein Labor übertragen. Testmodelle sind bereits entwickelt worden. In anderen Versuchen geht es darum, wie Toiletten selbstständig Urinproben nehmen und ebenfalls ohne menschliches Zutun erste Analysen in die Wege leiten. Angedacht ist, dass solche Toiletten vor allem im Pflegebereich zum Einsatz kommen, wo sie das Personal entlasten sollen.

In Ländern, in denen die Gesellschaft immer weiter überaltert und ein zunehmender Mangel an Pflegekräften besteht, sind sich verschiedenste Wissenschaftler einig, könnten solche multifunktionalen Toiletten zu einem Erfolgsmodell werden.

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