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Luzern

«Stadt & Land – ein Kanton» hat Luzern bewegt

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Das Motto des Präsidialjahres von Regierungsrat Marcel Schwerzmann hat die Vorteile städtischer und ländlicher Lebensmodelle öffentlich bewusst gemacht, ohne sie in Konkurrenz zu setzen. Zahlreiche Personen im Kanton Luzern haben sich für die Interessen und das Zusammenwirken städtischer und ländlicher Gebiete zusätzlich sensibilisieren lassen.

So hat ein Testimonial die entscheidende Initialzündung geliefert, dass heute die Stadt Luzern wieder Teil des Verbandes Luzerner Gemeinden (VLG) ist. Auch der feste Wille für eine Lösungsfindung bei den beiden Grossprojekten Bypass und Durchgangsbahnhof wurde im Frühjahr zwischen der Stadt und dem Kanton Luzern unterzeichnet. Verschiedene der 80 Luzerner Gemeinden haben neue Kooperationsthemen mit ihren Nachbarn angepackt, um passende Lösung für beide Seiten zu finden.

104 Inputs für Konkretes und mehr Verbindendes

Das Kernstück der Kampagne unter dem Motto «Stadt & Land – ein Kanton» bildeten die wöchentlichen Testimonials von 104 Persönlichkeiten auf «lu.ch» und in den sozialen Medien. Dazu gehörten Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker sämtlicher Couleurs, Unternehmerinnen und Unternehmer, Kulturschaffende, Kinder, Jugendliche, Auslandschweizer, Verbandsfunktionäre, eine Pfarrerin, ein Bischof, alt Bundesrätinnen und Journalisten. Dank diesen Testimonials waren zahlreiche Menschen im offenen Dialog oder für neue Ideen zum besseren Miteinander unterwegs. Sie haben Brücken zwischen Themen und Projekten gebaut.

«Nägel mit Köpfen gemacht»

In erster Linie sei es ihm darum gegangen, das grosse Potential zwischen städtischen und ländlichen Gebieten, aber auch den Regionen zu nutzen, betont Marcel Schwerzmann zum Abschluss seines Präsidialjahres. Entstanden sind verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte in der kommunalen Zusammenarbeit, weitere sind in Planung. Wie in den Testimonials beschrieben, gehören dazu die Bereiche Verkehr, Bildung, Natur- und Siedlungsraum sowie Energie und Freizeitgestaltung. Auch spannende private Einzelinitiativen mit intaktem Realisierungspotential haben im Rahmen der Testimonials auf «lu.ch» eine Plattform gefunden und den notwendigen Anschub erfahren.

Städtische und ländliche Gebiete längst auf Augenhöhe

Knapp die Hälfte der kantonalen Bevölkerung lebt heute in einer urbanen Zentrumslandschaft. Die andere Hälfte lebt im ländlichen Raum, ist aber funktional (via Infrastrukturen) oder sozial (durch ihren Lebensstil) grösstenteils urbanisiert. Auch deshalb begegnen sich städtische und ländliche Gebiete längst auf Augenhöhe. Auf die zunehmende Verflechtung urbaner und ländlicher Herausforderungen reagiert der Kanton Luzern mit übergreifenden Planungsinstrumenten (wie dem Richtplan, dem Agglomerationsprogramm, dem Programm Gesamtmobilität oder der Sicherheitsstrategie).

Gute Partner ergänzen sich

Für einen grossen Teil der Bevölkerung sei der Stadt-Land-Graben kein Thema mehr, konstatiert Regierungspräsident Marcel Schwerzmann. Auch viele Parlamentarierinnen und Parlamentarier sprechen von einem neuen Verständnis und einem respektvollen Umgang zwischen städtischen und ländlichen Gegenden. Das Bekenntnis zur engen Zusammenarbeit haben die Mitglieder des Kantonsrates und des Regierungsrates auf einem grossflächiges Roll-up mit ihrer Unterschrift bezeugt.

Die neue Stärke sieht Marcel Schwerzmann primär darin, dass der Kanton heute «dreibeinig» unterwegs ist: mit den Gemeinden, der Agglo und der Kernstadt, die einander starke Partner sind. Das heisst auch, dass nicht alle dasselbe machen müssen, sondern sinnvolle Kooperationen eingehen können.

Menschen zusammengeführt

Das Motto hat Menschen aus Stadt, Agglo und Land zusammengeführt, und dies selbst über den «grossen Teich» hinweg. Dank eines Testimonials besucht der Stadtpräsident von Highland/Illinois im Herbst 2022 erstmals seine Partnerstadt Sursee und will wissen, wie hier „Stadt & Land“ funktionieren. Auch der Oberbürgermeister aus dem brandenburgischen Potsdam hat bei der Aktion mitgemacht und aus Anlass der 20-jährigen Partnerschaft Luzern besucht.

Marcel Schwerzmann erhofft sich, dass die Aktionen rund um das Präsidialjahr einen nachhaltigen Schub in der engeren Zusammenarbeit auslösen. Er räumt ein, dass sich Stadt und Land auch in Zukunft nicht «über einen Kamm scheren» lassen. Dies sei auch nie das Ziel gewesen. Vielmehr soll jetzt der Schwung genutzt werden, welche die Projekte der verschiedenen Partner für starke städtische und ländliche Gebiete erzeugt haben, hält Schwerzmann in seinem Fazit fest.

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